Bedarf an Brennholz steigt:

Holz kann man nie genug haben

Eigenheimbesitzer in der Region decken sich jetzt mit Futter für die Kamine ein. Bei steigenden Energiepreisen rüsten immer mehr Haushalte auf nachwachsende Rohstoffe um.

Lars Wehden hat viel Holz hinterm Haus. Der forstwirtschaftliche Dienstleister verkauft Brennholz. Seine Kunden können nicht genug bekommen.
Susanne Böhm Lars Wehden hat viel Holz hinterm Haus. Der forstwirtschaftliche Dienstleister verkauft Brennholz. Seine Kunden können nicht genug bekommen.

Je kälter die Tage, desto größer das Bedürfnis nach Wärme und Gemütlichkeit. Viele Eigenheimbesitzer in der Mecklenburgischen Seenplatte decken sich jetzt  mit Brennholz ein. Auf den Dörfern hat fast jeder einen großen Stapel Holz hinter der Hütte – Futter für die Kamine. Bei steigenden Energiekosten wechseln immer mehr Menschen zum preisgünstigen Brennholz. Forstämter und Holzhändler in der Region registrieren seit Jahren steigende Nachfrage.

„Seit etwa fünf Jahren wächst der Bedarf an Feuerholz kontinuierlich“, sagt Lüttenhagens Forstamtsleiter Frank Hartzsch. Das hat auch Lars Wehden festgestellt, der in Wesenberg forstwirtschaftliche Dienstleistungen anbietet und nebenher Brennholz verkauft. „Fast jeden Tag holen Leute bei mir Holz. Manche laden sich nur den Kofferraum voll, andere brauchen fünf Festmeter.“ Zwar seien auch die Holzpreise in den vergangenen Jahren gestiegen, dennoch sei der nachwachsende Rohstoff nach wie vor günstiger und effizienter als zum Beispiel Gas oder Öl. Verfeuert wird vor allem Laubholz – Buche, Erle, Esche, Eiche und Robinie.

Wer in den Wald geht und das Holz selbst schlägt, braucht einen Motorsägenführerschein. Entsprechende Kurse bietet das Forstamt Lüttenhagen an. „Wir haben in den letzten Jahren knapp 600 Selbstwerber ausgebildet“, so Frank Hartzsch. Der für dieses Jahr voraussichtlich letzte Kettensägenkurs findet am 25. und 26. Oktober in Lüttenhagen statt. Anmeldungen werden entgegengenommen unter der Telefonnummer 039831 59120.