Kiefer gehört zu den Favoriten:

Holzernte sorgt womöglich für ein Stück Strelitz in der Stube

Fast um das Zehnfache sind die Holzpreise seit Mitte der 90er Jahre gestiegen. Da könnte doch die Versuchung groß sein, immer mehr Bäume zu fällen? Nichts da, heißt es aus dem Forstamt.

Im Forstrevier Wilhelminenhof misst Revierleiter Reiner Bartke (rechts) das an der Waldstraße liegende Holz auf. Forstamtsleiter Matthias Puchta (links) zufolge liegen hier insgesamt 600 Festmeter.             
Ute Köpke Im Forstrevier Wilhelminenhof misst Revierleiter Reiner Bartke (rechts) das an der Waldstraße liegende Holz auf. Forstamtsleiter Matthias Puchta (links) zufolge liegen hier insgesamt 600 Festmeter.  

Die Blätter fallen, das ist unübersehbar. Nicht ganz so offensichtlich, aber für die Experten in der Forstwirtschaft genauso klar: Der Saftstrom im Holz hat nachgelassen. Die Haupt­erntesaison kann beginnen. „Das Holz ist besser zu ­verarbeiten und wir haben beim Fällen weniger Schäden“, erklärt Matthias Puchta, seit fast zehn Jahren Leiter des Forstamts Neu­strelitz. 

32 000 Festmeter Holz stehen für 2013 auf dem Plan. „Der Bedarf in der In­dustrie ist größer, als wir liefern“, betont Puchta. Priorität habe aber die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder: „Wir nutzen maximal so viel, wie nachwächst, in der Regel eher weniger.“

Dabei sind die Preise für Holz seit Mitte der 90erJahre explodiert. Kostete damals der Festmeter für Industrieholz rund acht D-Mark, sind heute rund 40 Euro fällig. Von Januar bis September 2013 stieg der Wert von Nadelschnittholz um fünf bis sechs Prozent. Profitieren können davon die Landesforst und alle Waldeigentümer.

Gestiegen sei die Nachfrage für Nadelholz wie Lärche, Kiefer und Fichte. Wer sich also ein Möbelstück aus Kiefernholz kauft, hat damit eventuell ein Stück Strelitzer Land in der Stube. Nachprüfbar sei das allerdings nicht, meint Puchta lächelnd.

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