Urlaub an der Seenplatte:

Hotspot Priepert! Selbst der König von Mallorca war schon da

Der Chefredakteur vom „Skipper“ hat über die Prieperter geschrieben. Der Westdeutsche Rundfunk rückte mit Kamera und Redakteur an. Sie alle fragen sich: Was zieht die Menschen an dieses entlegene Fleckchen Erde? Auch Prominente wurden hier schon gesehen.

Kleinreparaturen, Kranen oder Slippen – auch das gehört zu einem Yachthafen. Noch herrscht in Priepert Ruhe, eine Menge Arbeit gibt es trotzdem.
Anett Seidel Kleinreparaturen, Kranen oder Slippen – auch das gehört zu einem Yachthafen. Noch herrscht in Priepert Ruhe, eine Menge Arbeit gibt es trotzdem.

Es ist so ruhig, dass man es hören kann. Die Wasseroberfläche glänzt spiegelglatt. Ein Mann sitzt mit einem Buch auf dem Steg. Er ist Stammkunde. Was würde man darum geben, um mit ihm zu tauschen. Nein, wir sind auf der Suche, wir wollen eine Antwort auf die Frage, warum es die Menschen in dieses Fleckchen Erde zieht und wenn man mit dem Auto die abgelegenen Straßen überwunden hat, ist das Rätsel schnell gelöst.

Die Ruhe ist das eine, sagt Horst Krogmann. Schöner kann es nicht sein. Das Wasser, die Landschaft... Er ist Geschäftsführer des Yachthafens in Priepert. Gerade hat er rund 300 000 Euro investiert. 113 000 Euro hat das Wirtschaftsministerium in Schwerin dazugegeben. Nun bietet er noch mehr Yachten und Booten Platz als je zuvor.

Genau auf jenem neuen Steg sitzt der Berliner Stammkunde. Man kennt sich  seit Jahren, ist per Du. Warum er immer wieder kommt? „Gucken sie sich doch um.“ Die 108 Liegeplätze, die Geschäftsmann Krogmann anbietet, liegen direkt an der Müritz-Havel-Wasserstraße. Wenn das Dorf, von Land betrachtet, eher abgelegen liegt, so sind die Wasserstraßen zum Betreiben eines Yachthafens optimal.

Viele Skipper wollen hier ankern

„Wir haben 25 große Liegeplätze mehr“, berichtet Horst Krogmann. Die Stege reichen weit ins Wasser. „Die sind für dieses Jahr schon fast ausgebucht“, sagt der Geschäftsführer. „Wir haben seit diesem Jahr nicht nur mehr Platz, wir haben auch alles komplett umgestellt – Strom, Wasser und Toiletten – alles auf dem modernsten Standard.“ In den Vorjahren mussten manche Gäste auf ihren Booten weggeschickt werden. „Dabei machen hier eine Menge Leute Station“, beschreibt der Unternehmer. Jetzt betreibt er schon 20 Jahre lang den Yachthafen.

Mit 30 Plätzen hat Horst Krogmann angefangen. Zur Erinnerung: Jetzt sind es 108. Zehn Mitarbeiter sorgen dafür, dass alles funktioniert. Kleinreparaturen, Kranen oder Slippen – „wir machen alles.“ Der Wirtschaftsminister hat Geld gegeben, weil „der Ausbau des Yachthafens der nachhaltigen touristischen Entwicklung der Region dient.“ Außerdem sind zwei Menschen durch die Investition in Lohn und Brot gekommen.

Die Nachricht sei in Fachkreisen und bei vielen überregionalen Medien eingeschlagen. Der Chefredakteur der Fachzeitschrift „Skipper“ habe sich bereits persönlich ein Bild vom Yachthafen gemacht. Der Westdeutsche Rundfunk war jüngst hier. Und auch neu.eins aus Neubrandenburg.

600 Brötchen an einem Morgen

Einige Boote stehen noch an Land und die Saison geht demnächst los. Gaststätte und Kiosk müssen betrieben werden. Selbst Prominente fanden auf dem Wasser den Weg nach Priepert. Gunter Gabriel war hier und auch Jürgen Drews. Mal sehen, wer in diesem Jahr vorbeischaut.

„Ich will, dass der Hafen voll wird“, sagt Horst Krogmann nach dem Winter. Aus ganz Deutschland kommen die Urlauber. Chartergäste aus der Schweiz  und Österreich empfängt er, Russen sind dabei und reiche Griechen. „Die Holländer kommen mit den eigenen Schiffen.“ Es hat sich rumgesprochen.

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