Umweltverschmutzung:

Illegale Müllentsorgung nervt Anwohner

Der Wesenberger Wertstoffhof ist seit einem Vierteljahr geschlossen. Doch vor dem Zaun der Anlage türmt sich ein Müllberg. Unbekannte kippen hier ihren Dreck ab. Die Anwohner wissen nicht was sie dagegen machen sollen. Der Landkreis hat für sie aber einen Tipp parat.

Von kaputten Stühlen bis alten Regentonnen: Vor dem ehemaligen Wesenberger Wertstoffhof entsorgen Unbekannte illegal ihren Müll.
Rolf Vehland Von kaputten Stühlen bis alten Regentonnen: Vor dem ehemaligen Wesenberger Wertstoffhof entsorgen Unbekannte illegal ihren Müll.

Defekte Fernseher, kaputte Stühle, alte Dachpappen: Vor dem Zaun des ehemaligen Wertstoffhofs bei Wesenberg türmt sich der Müll. „Immer wieder muss ich feststellen, dass dort nach wie vor Abfall entsorgt wird“, erzählt Rolf Vehland, der fast täglich an dem Gelände vorbeifährt. Auch ein am Zaun befestigtes Verbotsschild helfe nicht. Weiterhin würden Unbekannte hier ihren Dreck abladen. „Was kann dagegen getan werden?“, fragt Vehland. „Hier helfen nur Anzeigen weiter“, empfiehlt Landkreis-Sprecherin Haidrun Pergande, der das Problem bekannt ist.

Sie ruft zu mehr Aufmerksamkeit auf. Anwohner sollten am besten gleich mit dem Handy ein Foto machen und die Autonummer aufschreiben, wenn dort Müll aus Pkw‘s abgeladen würde, rät Pergande. „Damit können wir dann auch gegen die Unbekannten vorgehen.“ Eine durchgehende Überwachung des Wertstoffhof-Geländes könne der Landkreis aus personellen Gründen nicht leisten. „Eine Kamera können wir vor dem Gelände auch nicht aufstellen“, erläutert Pergande. „Das würde gegen die Persönlichkeitsrechte verstoßen.“

Das Abladen von Bauschutt, alter Möbel und Gartenabfällen sei aber kein Kavaliersdelikt, so die Sprecherin weiter. „Das ist illegale Müllablagerung“, erklärt sie. Gegen die Täter könne ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden. Im Höchstfall drohe eine Strafe von bis zu 5000 Euro.

 

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