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Im Dorfteich sterben die großen Fische

In Lindow sind Fischkadaver ans Ufer geschwemmt worden. Einige fragen sich nun, was da faul ist im Dorfteich.

Kein schöner Anblick. Doch die Fische im Lindower Teich hätten gar nicht erst ins Wasser gesetzt werden dürfen, sagt die Bürgermeisterin.
Emma Schmidt Kein schöner Anblick. Doch die Fische im Lindower Teich hätten gar nicht erst ins Wasser gesetzt werden dürfen, sagt die Bürgermeisterin.

Warum sterben im Lindower Teich in der Gemeinde Groß Miltzow die Fische weg? Diese Frage stellt sich Emma Schmidt und machte den Nordkurier auf das Tiersterben aufmerksam. In dem kleinen Gewässer hätten verschiedene Fischarten einen Lebensraum gefunden. „Seit Kurzem sterben sie“, erklärt Emma Schmidt und schickt zum Beweis ein paar Fotos von angeschwemmten Kadavern mit.

Der Teich gebe aktuell aber gar kein schönes Bild ab. Das Wasser sei immer eklig grün gefärbt und auf der Oberfläche könne man Schaum entdecken. Der kleine Bruder ihres Lebensgefährten habe ein Überlaufrohr entdeckt. „Nun weiß niemand, ob es daran liegt oder vielleicht nur an der Wetterlage?“, fragt sich Emma Schmidt, was mit dem Lindower Dorfteich los ist.

Groß Miltzows Bürgermeisterin Elvira Janke kann das Fischsterben erklären: „Das ist ein kleiner Dorf- und Feuerlöschteich, der einfach nicht für größere Fische gemacht ist“. Ein paar Jugendliche aus Lindow haben wohl die Flossentiere dort ausgesetzt. Dabei biete der Teich keine optimalen Lebensbedingungen. „Das ist ein stehendes Gewässer ohne Abfluss“, erklärt Janke. Einziger Zufluss passiere durch die Regenentwässerung, womit sich auch das Rohr am Ufer erklärt. Da das Wasser nicht zirkulieren kann, sei nun offenbar zu wenig Sauerstoff für die Tiere vorhanden gewesen. „Bei der Hitze ist das doch klar“, sagt Janke. Dass der Teich im Sommer auch mal grünlich wird, sei im Dorf eigentlich bekannt.