Verwirrendes Chaos:

Im Nationalpark wird der Schilderwald zu dicht

Hinweise für Touristen, Werbung für Gastgeber, Verkehrszeichen sowieso "zieren" die Straßen. Kritisch wird es, wenn sie sich an einzelnen Stellen zu einer unübersichtlichen Masse häufen.

Schilder über Schilder an der Landesstraße zwischen Zwenzow und Roggentin
Ute Köpke Schilder über Schilder an der Landesstraße zwischen Zwenzow und Roggentin

An den Straßen der Nationalparkregion ufert teilweise die Beschilderung mit Verkehrszeichen, Hinweisschildern und Werbe­trägern aus. So sehen es jedenfalls die Anwohner. „Viele Schilder sind inzwischen überflüssig“, findet Guntram Wagner als Leiter der Arbeitsgemeinschaft Müritz-Nationalpark-Anliegergemeinden. Betroffen seien unter anderem Verbindungsstraßen zwischen den Dörfern. Am Ortsausgang von Kratzeburg in Richtung Dalmsdorf beziehungsweise Dambeck etwa müsse man sich erst einmal in Ruhe orientieren. Generell mache das aufgebaute touristische Wegeleitsystem die frühere Werbung weitgehend überflüssig, erklärt Wagner: „Wir brauchen nicht mehr an jeder Weggabelung individuelle Werbung.“ Teilweise überflüssig seien auch Geschwindigkeitsbegrenzungen: „Der Zustand der Straßen lässt nur eine bestimmte Geschwindigkeit zu“, schätzt Wagner ein.

„Bereits die Planungsbüros legen fest, mit welcher Geschwindigkeit und in welchen Gewichtsklassen die Straßen oder eben auch Brücken befahrbar sind“, heißt es hier aus der Verkehrsbehörde des Landkreises. Hinweisschilder würden auch entsprechend dem Unfallgeschehen aufgestellt. Sollte sich der Schwerpunkt ändern, könne das Schild wieder entfernt werden. „Wir versuchen natürlich, so weit es zulässig ist, Schilder abzubauen“, stellt Sachgebietsleiter Peter Handsche in Aussicht. Alle zwei Jahre werde eine sogenannte Verkehrsschau an den Stand­orten vorgenommen.

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