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Im Slawendorf dreht sich das Glücksrad

VonAndré GrossDie Freizeiteinrichtung am Zierker See besteht morgen 15 Jahre und lädt mit druckfrischer Chronik zur Geburtstagsfeier ein.Neustrelitz.Eben ...

Ingo Pockrandt und Karin Rudolph von der Leitung des Slawendorfes hatten das Privileg, vor allen anderen in der Chronik blättern zu dürfen, die von Heinz Oldenburg (von links) zusammengetra-  gen wurde.  FOTO: ANdré Gross

VonAndré Gross

Die Freizeiteinrichtung am Zierker See besteht morgen 15 Jahre und lädt mit druckfrischer Chronik zur Geburtstagsfeier ein.

Neustrelitz.Eben noch rechtzeitig ist sie fertig geworden – die Chronik zum Geburtstag des Neustrelitzer Slawendorfes. Trotz dunkler Wolken, was die Zukunft des Areals am Zierker See angeht, soll das 15-Jährige morgenordentlich gefeiert werden. Viele Weggefährten werden erwartet, die dann die Möglichkeit haben, beim Blättern in dem mit reichlich Bildern daherkommenden Band Erinnerungen aufzufrischen.
Ein Programm zwischen 9und 17 Uhr für die ganzeFamilie ist gestrickt worden: Um 10 Uhr gibt sich das Landestheater die Ehre, die Bundespolizei wird zum Fest dabei sein, die Verkehrswacht, die Hafenbahn fährt, Knüppelkuchen wird gebacken, das Glücksrad dreht sich und Kinder haben zur Feier desTages freien Eintritt.
Den Auftrag für die Chronik hatte Heinz Oldenburg, Mitarbeiter im Slawendorf, im November vergangenen Jahres von der Geschäftsführung der Ipse als Träger der Einrichtung erhalten. „Da war schon einiges an Recherchearbeit zu leisten“, so Oldenburg bei der Vorstellung seines „Werks“ für den Nordkurier bescheiden.
„Hoffentlich haben wir beim Blick in die Vergangenheit niemanden vergessen“, ergänzte Ingo Pockrandt,Leiter des Dorfes. „Es war uns schon wichtig, auch vor dem Hintergrund doch sehr unterschiedlicher Wertschätzung unserer Arbeit,diese Dokumentation vorlegen zu können.“
468000 Besucher haben das Slawendorf, seit 2005 als familienfreundliche Einrichtung des Landes zertifiziert, bislang erlebt. Gravierende Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik unddaraus resultierende Personalprobleme haben sich negativ auf die Gästezahlen ausgewirkt. Sie sind seit 2009 rückläufig. 2007 hatte die Erlebniswelt mit über 42300 Besuchern ihr bisheriges Rekordjahr, 2012 waren es nur noch gut die Hälfte. Die jüngste Nordkurier-Schlagzeile in Sachen Slawendorf „Da steigen einem die Tränen in die Augen“ sei laut Pock- randt leider noch aktuell.
Inzwischen hat sich die neue Geschäftsführerin der Ipse, Irene Neuperth, bei Bürgermeister Andreas Grund vorgestellt. Bei dem Gespräch wurde vereinbart, dass sich Chefin und Gesellschafter nächste Woche zusammenfinden, um über die Zukunft des Beschäftigungsträgers zu sprechen, bevor eventuell weitere Beschlüsse in der Gesellschafterversammlung zu fassen sind. „Denn wenn die Ipse keine Perspektive hat, hat das Slawendorf auch keine“, so das Stadtoberhaupt. „Wir müssen alles daran setzen, die Ipse zu erhalten.“

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