Neue Eigenheim-Siedlung:

Im Woblitzpark stemmen die Bauarbeiter viel Beton

Wesenbergs neue Eigenheimsiedlung Woblitzpark nimmt Gestalt an. Alle zehn Bauflächen sind an Privatleute verkauft. Bald werden die Häuser errichtet. Zuvor aber musste bergeweise Beton abtransportiert werden.

Die Bauarbeiter legen los, damit möglichst schnelle Häuser aus dem Boden wachsen können.
Susanne Böhm Die Bauarbeiter legen los, damit möglichst schnelle Häuser aus dem Boden wachsen können.

In Wesenberg haben die Bauarbeiten für die neue Eigenheimsiedlung Woblitzpark begonnen. 12 000 Tonnen Beton hat Investor Jörg Ullbrich in den vergangenen Wochen entsorgen lassen. Bergeweise Betonbruch – Fundament- und Gebäudereste der ehemaligen Holzindustrie – wurden auf dem Gelände an der Woblitz aus dem Boden geholt und abtransportiert. „Wir hatten mit rund 2500 Tonnen Beton gerechnet. Dass es dann doch 30-mal mehr wurde, hatten wir nicht erwartet“, sagt der Wesenberger. Zum Glück seien bei der Altlastenberäumung keine Schadstoffe gefunden worden.

Auch die Erschließung des künftigen Wohngebiets ist bereits abgeschlossen. Kabel und Leitungen für Gas, Strom, Wasser und Abwasser liegen in der Erde. Die Baustraße für die schweren Baufahrzeuge ist ebenfalls fertig. Alle zehn Grundstücke sind an Privatleute verkauft. Im Juli oder August beginnen die ersten Bauherren mit der Errichtung ihrer Eigenheime. Einer der Häuslebauer möchte Weihnachten schon im eigenen Haus mit Blick auf die Woblitz feiern.

Bald hat die Straße auch einen Namen

Im September solle die jetzige Baustraße zur bleibenden Straße ausgebaut werden, die bald auch öffentlich genutzt wird. „Eine Bitumendecke kommt drauf, Gehwege und Parkflächen werden angelegt, Beleuchtung wird installiert, und die Straße bekommt einen Namen“, erklärt Jörg Ullbrich. Parallel baue die Stadt die Straße von der Wohnsiedlung bis zu den Bahngleisen aus. „Dann ist die Lücke im Fahrradweg Berlin-Kopenhagen geschlossen. Die Radfahrer müssen keine Umwege mehr nehmen, sondern können auch in Wesenberg in Wassernähe bleiben. Das wird sich positiv auf die Besucherzahlen in der Stadt auswirken. Für Wesenberg ist das ein Gewinn.“

Zu Beginn gab es Schwierigkeiten beim Genehmigungsverfahren. Ein Gutachten nach dem anderen musste eingeholt werden, die Mühlen der Bürokratie malten dem Unternehmer viel zu langsam. Zwischenzeitlich hatte er die Nase voll. Inzwischen sind aber alle Probleme aus dem Weg geräumt. „Zuletzt lief die Zusammenarbeit mit Politik und Behörden ohne Schwierigkeiten. Ich bin sehr zufrieden. Nur eine einzige Familie aus Wesenberg hat mir aus Eigennutz bis zum Schluss immer wieder Steine in den Weg gelegt, Widersprüche eingelegt, sogar versucht, eine Bürgerinitiative zu gründen.“ Doch auch diese Sorgen seien mittlerweile aus der Welt geschafft.

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