Die Saison geht langsam los:

In den Kleingärten kommt Frühjahrsstimmung auf

Auch wenn es draußen derzeit noch ziemlich kalt und ungemütlich ist - sie müssen raus, um für Ordnung und gutes Gedeihen zu sorgen: Die Neustrelitzer Hobbygärtner in den Kleingartenanlagen.

Klaus Wriege stutzt seinen Pflaumenbaum zurecht.
Sophie Ludewig Klaus Wriege stutzt seinen Pflaumenbaum zurecht.

 „Mein Garten ist mein Paradies“, sagt Hans Liebich und lässt den Blick über seine Anlage Nr. 118 auf der Neustrelitzer Schlosskoppel schweifen. Noch wirkt alles eher eintönig und kahl, aber der 64-Jährige sieht bereits vor seinem inneren Auge, wie schön sein Garten in ein paar Monaten sein wird.

„Ich mag es mediterran, mit vielen Blumen und ein paar Skulpturen. Wenn es schön warm ist, setze ich mich in meinen Liegestuhl, trinke ein Glas Wein und lese Werke antiker Philosophen – etwas Schöneres gibt es gar nicht“, sagt der Rentner. Im Moment hat er am meisten mit dem Umbau seiner Gartenlaube zu tun. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“, meint er augenzwinkernd. Ein Vergnügen sei es für ihn auch, wieder in der alten Heimatstadt zu wohnen. Viele Jahre lebte Hans Liebich in der Nähe von Nürnberg, wo er im Orchester der Bayerischen Staatsphilharmonie die Bassposaune spielte. Da er Kultur liebe, sei der Standort seines Schrebergartens geradezu ideal: „Von hier aus habe ich es keine fünf Minuten zum Theater, und wenn mich die große Stadt lockt, bin ich in einer Stunde in Berlin.“

Schon die Eltern hatten hier einen Garten

Nach Berlin zieht es Klaus Wriege eher selten. Der 68-Jährige verbringt den Großteil seiner Freizeit in seinem Garten in der Kleingartenanlage Kirschenallee in Kiefernheide. Hier hatten früher schon seine Eltern einen Schrebergarten. Er selbst kümmert sich seit mehr als 35 Jahren um die eigenen 560 Quadratmeter Land, die er mit Leidenschaft hegt und pflegt. Zurzeit hat der ehemalige Agrochemiker vor allem mit der Auflockerung des Bodens und dem Zurechtschneiden der Bäume und Sträucher zu tun. Apfel- und Pflaumenbäume, Stachel- und Johannisbeersträucher zieren seinen Garten. „Wenn man die im Frühjahr nicht ordentlich stutzt, kann man die Ernte nachher vergessen“, ist er überzeugt.

Auch Helga und Heinz Rath haben ihren Garten in der Kirschenallee. Sie können sich ein Leben ohne das Gärtnern gar nicht mehr vorstellen. „Draußen an der frischen Luft zu werkeln, sich an den Blumen, Kartoffeln und Erdbeeren zu erfreuen, und mit den Nachbarn einen Schnack übern Gartenzaun halten – das ist doch herrlich“, finden sie. Die beiden Rentner setzen bewusst auf Arbeitsteilung. Heinz Rath: „Meine Frau ist für die Blumen zuständig, ich kümmere mich um den Rasen und das Gemüse. Das klappt immer wunderbar.“

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