War es ein Feuerteufel?:

In Woldegk hat es schon wieder gebrannt

Erneut haben Unbekannte Feuer gelegt. Es war das fünfte innerhalb von drei Monaten. Was ist bloß in der Kleinstadt los? Die Polizei sucht jedenfalls fieberhaft nach den Tätern und geht allen Spuren nach. Ein schwieriges Unterfangen.

In Woldegk musste die Feuerwehr ausrücken, um einen brennenden Kaminholz-Stapel zu löschen. Die Ermittler vermuten Brandstiftung.
             
© davis - Fotolia.com In Woldegk musste die Feuerwehr ausrücken, um einen brennenden Kaminholz-Stapel zu löschen. Die Ermittler vermuten Brandstiftung.  

Wieder haben Brandstifter in Woldegk Feuer gelegt. Acht Kubikmeter Kaminholz gingen am Freitagabend gegen 20.30 Uhr in der Straße Zum Grünen Steig in Flammen auf, wie die Polizeiinspektion Neubrandenburg am Montag auf Nachfrage mitteilte. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.

Der Stapel habe sich in einem aus Holz bestehenden Unterstand befunden und sei sehr trocken gewesen, so Polizeisprecherin Diana Mehlberg. Er habe gebrannt wie Zunder. Glücklicherweise befinde sich das nächste Wohnhaus 30 Meter entfernt, sodass niemand in Gefahr gewesen sei, hieß es weiter. Die Freiwillige Feuerwehr Woldegk löschte den Brand. „Selbstentzündung oder ein technischer Defekt sind auszuschließen, da keine technischen Leitungen oder Geräte in der Nähe waren“, so Diana Mehlberg. Darum gehe die Polizei von Brandstiftung aus.

Feuer und Löschwasser erschweren Spurensuche

Nach Nordkurier-Informationen war dies in Woldegk die fünfte Brandstiftung innerhalb von drei Monaten. Zuerst brannten am 12. November zwei Fahrzeuge in der Kronenstraße. Richtig ernst wurde es, als in der Nacht zum 23. November ein Feuer im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Ernst-Thälmann-Straße gelegt wurde. Mit Hilfe einer Drehleiter mussten einige Bewohner evakuiert werden. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Mit Hochdruck fahndete die Polizei nach den Tätern – und wurde fündig: Zwei Jugendliche werden verdächtigt, für das Feuer verantwortlich zu sein. Sie sind gerade einmal 14 und 16 Jahre alt.

Doch damit riss die Brandserie nicht ab. In der Nacht zum 2. Dezember brach an einem Imbiss in der Thälmann-Straße wieder ein Feuer aus, zwei Mülltonnen in der Brüderstraße brannten am 7. Dezember. Und jetzt loderte es am Grünen Steig.

In all diesen Fällen sind die Ermittlungen nicht abgeschlossen.„Wir gehen weiter jedem Hinweis nach“, sagte Nicole Buchfink, Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. Die Ermittlungen seien nicht leicht, denn Feuer und Löschwasser hätten Spuren vernichtet. Hinzu kommt, dass alle Brände im Dunkeln gelegt wurden und es nur wenige Zeugen gibt. Hinweise zu den Bränden in Woldegk, insbesondere zu dem jüngsten, nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

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