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Investor verzichtet auf den Ausbau einer Platte

Ein neues Leben für die leer stehende Platte in Blankensee wird es nun doch nicht geben. Der Investor ist abgesprungen. Er will sich auf einen möglichen Streit vor Gericht mit der Gemeinde nicht einlassen und verzichtet lieber komplett auf das Projekt.

Nun wird es doch nichts mit dem Plattenbau-Plan. Nachdem der Bürgermeister angedeutet hat, von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch machen zu wollen, hat sich der Investor zurück gezogen.
Susanne Böhm Nun wird es doch nichts mit dem Plattenbau-Plan. Nachdem der Bürgermeister angedeutet hat, von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch machen zu wollen, hat sich der Investor zurück gezogen.

„Der Investor zieht sich zurück.“ Darüber informierte am Montag Uwe Große-Wortmann und sorgte für einen Paukenschlag. Dabei sollte noch in diesem Monat mit den Bauarbeiten an dem Plattenbau in Blankensee begonnen werden. Wortmann selbst wollte dort sein sogenanntes abc-Projekt umsetzen. Das steht für altengerecht, barrierefrei und kreativ. Dem leer stehenden Block sollte auf diese Art und Weise wieder Leben eingehaucht werden. Mit einem Fahrstuhl vor dem Mittelaufgang und mit entsprechenden Umbauarbeiten sollte das Konzept umgesetzt werden. Das ist nun alles Schnee von gestern.

Mit der Modernen Wohnungsbaugenossenschaft Neustrelitz (MWG) fand Uwe Groß-Wortmann Befürworter. Dabei war dort alles für einen Abriss bereits in die Wege geleitet worden. Diese Pläne wurden ad acta gelegt, als Uwe Große Wortmann mit seiner Idee vor der Tür stand. Der Geschäftsbesorger präsentierte einen Investor und die Abrissbagger wurden gestoppt. Nicht jeden konnte Uwe Große-Wortmann von seinem Projekt überzeugen. Wulf Bednorz, Bürgermeister in der Gemeinde Blankensee, konnte sich mit dem Vorhaben überhaupt nicht anfreunden. Er machte unmissverständlich deutlich, dass es für ihn keine andere Alternative als den Abriss des Plattenbaus gibt. Mit der AWO in Neubrandenburg war das Gemeindeoberhaupt schon seit Längerem im Gespräch und hatte für die Fläche Pläne geschmiedet. Misstrauisch hingegen machte ihn das Vorhaben des Geschäftsbesorgers. Deshalb wollte er von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch machen.

Ursprünglich sollte heute die Blankenseeer Gemeindevertretung darüber beraten und einen entsprechenden Beschluss fassen. Jetzt ist der Bürgermeister krank und die Gemeindevertretung trifft sich eine Woche später. Doch über das Vorkaufsrecht muss nun wohl nicht mehr beraten werden. Denn der Investor will nicht mehr in Blankensee sein Geld ausgeben. „Es ist zu erwarten, dass das Vorhaben durch mögliche juristische Schritte nur mit Zeitverzögerung umgesetzt werden kann“, erklärte Uwe Groß-Wortmann.