Veterinäre spielen Ernstfall durch:

Ist der Kreis gegen die Schweinepest gewappnet?

Eine Tierseuche bricht aus: Beim Landkreis möchte man für diesen Fall gewappnet sein und hat ein solches Szenario geübt.

Im Krisenzentrum: Dr. Guntram Wagner und seine Stellvertreterin Dr. Monika Walter (2.v.r.) erwarten die dringend notwendigen Informationen zu Hausschweinbeständen.
Im Krisenzentrum: Dr. Guntram Wagner und seine Stellvertreterin Dr. Monika Walter (2.v.r.) erwarten die dringend notwendigen Informationen zu Hausschweinbeständen.

In der Rettungsleitstelle des Landkreises wird Alarm ausgelöst. Ein Fall von Afrikanischer Schweinepest ist aufgetreten.  In Neustrelitz wird ein Krisenstab gebildet, erste Schritte werden unternommen...

Der Alarm ist zum Glück nur eine Übung.  Man habe einmal durchspielen wollen, was im Falle des Ausbruchs von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen zu tun ist, sagt Veterinäramtsleiter Dr. Guntram Wagner. Und dabei wollte man die wichtigen Partner am Tisch haben: Vertreter der Landwirtschaft, der Jägerschaft und der Polizei sowie Vertreter aus den beteiligten Ämtern beim Landkreis.

Das angenommene Szenario ist aus Sicht des kreislichen Veterinäramtes nicht aus der Welt geholt. In jüngster Zeit mehren sich Medienberichte über diese ursprünglich afrikanische Seuche, die unter anderem Russland und Weißrussland erreicht hat. Menschen können von der Afrikanischen Schweinepest nicht infiziert werden. Erkrankte Tiere haben keine Überlebenschance.

Das Virus wird durch Zecken, aber auch durch direkte Kontakte zwischen bereits infizierten und gesunden Schweinen in Haustierbeständen oder in der Wildschweinpopulation übertragen. Während der Übung kam es  darauf an, so schnell wie möglich zu wissen, welche Hausschweinbestände zu schützen sind, welche Desinfektionsmaßnahmen notwendig sind und welche Straßen eventuell gesperrt werden müssen. Im Zentrum aller Maßnahmen jedoch stand der  Einsatz der Jäger. Sie würden im Ausbruchsfall besonders hohe Verantwortung tragen. „Hier dürfte nicht ein einziges erlegtes Schwarzwild das Gebiet verlassen“, so Dr. Wagner.

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