Ein Dorf in großer Sorge:

Ist ein Katzenhasser in Userin unterwegs?

Katzenfreunde sind empört: Im Dorf werden immer wieder Samtpfoten angetroffen, denen offenbar Gewalt angetan wurde. Raufereien schließen die Beobachter aus. Danach würden die Verletzungen nicht aussehen, die etliche Stubentiger davongetragen haben sollen, hieß es.

Diese Katze entspannt auf der Heizung. In Userin wollen Katzenbesitzer ihre Stubentiger nicht mehr in die Gärten lassen, um sie vor Übergriffen zu schützen.
Symbolbild/erikzunec - Fotolia.com Diese Katze entspannt auf der Heizung. In Userin wollen Katzenbesitzer ihre Stubentiger nicht mehr in die Gärten lassen, um sie vor Übergriffen zu schützen.

 In Userin geht die Angst um. Angst vor einem angeblichen Katzenhasser, der den Stubentigern in dem Dorf Böses will. Doch genau das möchte Manuela Jeschke nicht hinnehmen. Die Userinerin hat am Montag bei der Polizei Anzeige wegen Tierquälerei erstattet. Sie macht sich keine großen Hoffnungen, dass es einen Ermittlungserfolg gibt. Aber sie will ein Zeichen setzen. „Wir haben uns mit weiteren Katzenbesitzern im Dorf beraten, so kann es nicht weitergehen“, sagt Manuela Jeschke dem Nordkurier.

Im Dorf sorgt für Unruhe, dass etwa seit Mitte Februar in unregelmäßigen Abständen offenbar immer wieder Katzen misshandelt werden. Nach Darstellung von Manuela Jeschke, die sich seit vier Jahren im Tierschutzverein Neustrelitz engagiert, handelt es sich um stumpfe Gewalteinwirkung, offensichtlich durch Menschenhand. Eventuelle Raufereien mit anderen Katzen oder Tieren könnten ausgeschlossen werden, sagt Jeschke, die selbst fünf Katzen besitzt. Sie habe bereits einen Tierarzt konsultiert, verdeutlicht die Userinerin.

Hühner und Katze vergiftet

Und sie nennt Beispiele. Da sei Willi, ein älterer tauber Kater, der einen Schlag auf den Kopf bekommen haben muss und seitdem auch noch auf einem Auge blind ist. Nicht besser erging es Kater Bruno, der offenbar ebenfalls auf den Kopf geschlagen wurde. Er habe eine Platzwunde erlitten und sein ganzes Gesicht sei geschwollen gewesen. Ein weiterer Kater namens Bomber wurde höchstwahrscheinlich auch gegen den Kopf geschlagen. „Er war nach dem Vorfall völlig apathisch und hatte eine blutende Hinterkopfverletzung“, zählt Manuela Jeschke auf. Eine weitere Katze habe ein gezerrtes Hinterbein, wahrscheinlich sei sie festgehalten worden, mutmaßt die Userinerin. Besonders tragisch sei der Fall einer Katze, die von ihren Besitzern aufgedunsen und mit aus dem Maul laufendem Blut aufgefunden wurde. Leider konnte ihr nicht mehr geholfen werden. Die Katze muss mit Rattengift in Kontakt gekommen sein.

In der gleichen Nacht seien bei der Familie, die die Katze besitzt, auch noch die Hühner vergiftet worden, weiß Jeschke zu berichten. In Userin sind Tierhalter jetzt logischerweise in Sorge. Keiner möchte, dass seinem Tier etwas angetan wird. „Wir achten besonders darauf, dass die Katzen nachts in den Häusern bleiben“, bekräftigt Manuela Jeschke.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung