Heiraten im Strelitzer Adelshaus:

Ja-Wort unter Kronleuchtern gefällig?

Premiere am Valentinstag: Im Mirower Schloss kann ab sofort geheiratet werden. Allerdings – Achtung, Denkmalschutz! – ohne Reis und Rosen.

Schon der Gründerzeit-Tisch, an dem die Trauung vollzogen wird, ist ein Hingucker. Museumsleiterin Susanne Bocher und Kastellan Ralf Bäßler bereiten den Festsaal vor.
Susanne Böhm Schon der Gründerzeit-Tisch, an dem die Trauung vollzogen wird, ist ein Hingucker. Museumsleiterin Susanne Bocher und Kastellan Ralf Bäßler bereiten den Festsaal vor.

Heiraten, wo schon Strelitzer Adel festlich gekleidet über den Dielenboden schwebte – das ist im Mirower Schloss möglich. Im hochbarocken Festsaal und im Gartensaal des mehr als 300 Jahre alten Hauses werden ab sofort Ehen geschlossen. Schon am kommenden Sonnabend, dem Valentinstag, findet die erste Trauung statt. Sieben weitere Paare haben sich bereits angemeldet.

Das Heiraten in einem denkmalgeschützten und öffentlich zugänglichem Gebäude ist romantisch, birgt aber auch seine Tücken. „Reis und Rosen darf man im Schloss nicht werfen“, erklärt Museumsleiterin Susanne Bocher. Nicht auszudenken, wenn sich Körner oder Blütenblätter zwischen den 300 Jahre alten Dielen festsetzen. An Catering oder einen Tanznachmittag ist nicht zu denken.

Weil die Eheschließungen ab April bei laufendem Museumsbetrieb vollzogen werden, werden die anderen Schlossgäste zwischenzeitlich umgeleitet.

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