Feiern wie in Fernost:

Japan-Gärtner organisiert erstes Kirschblütenfest

Seit rund fünf Jahren werkelt Waldemar Keiss an seinem Garten nach dem Vorbild aus Fernost. Jetzt hat der Feldberger mit Freunden und Bekannten zum ersten Mal das Fest gefeiert, das den Japanern am heiligsten ist. 

Picknick unter der Kirschblüte: Das hat in im Land der aufgehenden Sonne eine lange Tradition und will Japan-Fan Waldemar Keiss (vorne rechts) nun auch in Feldberg etablieren.
Foto: Tobias Lemke Picknick unter der Kirschblüte: Das hat in im Land der aufgehenden Sonne eine lange Tradition und will Japan-Fan Waldemar Keiss (vorne rechts) nun auch in Feldberg etablieren.

Erst kurz bevor alles vorbei ist, findet der eigentliche Höhepunkt beim japanischen Kirschblütenfest statt. Der Moment, in dem der Wind die weiße und zart rosafarbene Blütenpracht von den Bäumen weht, sei nämlich der schönste Augenblick, erklärt Waldemar Keiss. So wie in Fernost stehen auch in seinem Japan-Garten derzeit die Kirschbäume in voller Blüte.

Erstmals hatte Keiss daher nun Freunde und Bekannte zu einem Feldberger Kirschblütenfest eingeladen. Traditionell treffen sich die Japaner dabei in Parks und Gärten zu einem Picknick. „Die Kirschblüte symbolisiert für die Japaner das neu beginnende Leben, den Neuanfang nach dem Winter“, erklärt Keiss. Die Festtage dauern in Japan oft bis zu zehn Tage an. So lange feiern die Feldberger die Kirschblüte zwar nicht, aber Waldemar Keiss kann sich gut vorstellen, dass er sein kleines Fest künftig auch für die Öffentlichkeit stattfinden und in der Gemeinde zur Tradition werden lässt. Immerhin möchte er seinen Japan-Garten demnächst auch für Besucher öffnen. „In diesem Jahr wird es aber noch nicht soweit sein“, sagt der Hobby-Gärtner.

Schon mal schauen, ist erlaubt

Derzeit werkelt er noch am Teehäuschen und einer Mauer. Damit seine Bauten möglichst nahe an die japanischen Originale herankommen, hat sich Keiss mit der speziellen Bauweise der Japaner vertraut gemacht. Für den Bau des Eingangsportals war sogar ein Zimmermann aus dem fernen Osaka angereist. Später will Keiss zudem Workshops zu Tusche-Malerei, Tee-Zeremonien und japanische Kochkurse in seinem Garten anbieten. Offiziell eröffnet ist der Japan-Garten zwar noch nicht, aber wer trotzdem mal Lust hat, bei der Entstehung vorbeizuschauen, kann sich vorher anmelden und dann hingehen.

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