Endlich versteht der Kreis:

Jetzt soll der Gift-Müll an der Useriner Mühle doch weg!

Das ist wirklich eine traurige Geschichte: Aus dem einstmals imposanten   Mühlengelände ist ein Schandfleck für den Ort geworden. Alle Versuche, hier  Ordnung zu schaffen, schlugen fehl. Doch jetzt gibt es Hoffnung.

Die Mühle in Userin zerfällt und ist ein Schandfleck für den Ort. Nach dem Brand im vergangenen Jahr sieht das Gelände ungepflegt aus.
Heike Sommer Die Mühle in Userin zerfällt und ist ein Schandfleck für den Ort. Nach dem Brand im vergangenen Jahr sieht das Gelände ungepflegt aus.

Useriner Mühle. Jetzt ist es tatsächlich geschehen. Lange genug hat Userins Bürgermeister Axel Malonek bei den Ämtern Druck gemacht, um eine Lösung für die Großbrandstätte in Useriner Mühle herbeizuführen. Grundstücksverwalter und die zuständigen Behörden haben sich nach  vielem Hin und Her endlich gemeinsam an  einen Tisch gesetzt, um das leidige Problem zu erörtern und aus der Welt zu schaffen. „Bis  dahin hieß es immer wieder, von der Brandstätte gehe keine Gefahr für Boden und Wasser aus“, sagt  Bürgermeister Malonek.

In der Kreisverwaltung gibt  es diesbezüglich nun offenbar ein Einsehen, dass Handlungsbedarf in Sachen Useriner Mühle besteht. Allerdings: Gegenüber dem Eigentümer wurden keine Sanktionen angedroht. Doch deutlich wurde auch: „Wir  werden nicht ewig Zeit haben“, wie Bernadett Räder, Ehefrau des Verwalters Stefan Räder, erklärt. Seitens des Eigentümer habe man die Information, dass dieser jetzt willens sei, auf dem Gelände aufzuräumen.

Das  sah im vergangen Herbst noch ganz anders  aus. Da war Mühlen-Eigentümer Wolfgang Hertel zwar angereist, hatte sich aber  kaum für die Brandruine interessiert. Bei dem Brand im August 2014 war die Sägehalle niedergebrannt. Bei den Löscharbeiten kam Flüssigkeit mit Unmengen von brennendem Müll in Berührung, darunter ausgediente Reifen, Haushaltsgeräte, Farbeimer und jede Menge Dachpappe. Die Brühe versickerte damals zum Teil auf der kleinen Halbinsel zwischen Useriner See, Großem Labussee und Alter Havel. Das Gelände der Mühle wurde zwar gesichert, der Müll aber bis heute nicht beräumt. Bürgermeister Malonek hört hier eine Zeitbombe ticken. Er fürchtet durch den Müll eine Belastung für Boden und Wasser, weil bei jedem Regen Giftstoffe ausgespült werden und ins Grundwasser gelangen könnten. Für die Kosten der Räum- und Entsorgungsarbeiten wird wohl der Eigentümer aufkommen müssen. Denn die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat das Ermittlungserfahren gegen die sechs verdächtigten Jugendlichen eingestellt. „Es konnte nicht fehlerfrei nachgewiesen werden, welche der sechs Person letztlich den Brand herbeigeführt hat“, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

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Kommentare (2)

Wird auch wirklich Zeit.

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