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Jugendklub endgültig geschlossen

Die Hand hat der Bürgermeister oft genug ausgestreckt. Doch eine verbindliche Einigung mit den Nutzern kam nie zustande. Der Jugendklub in Hohenzieritz hat ausgedient.

In diesem Häuschen in Hohenzieritz konnten Jugendliche ihre Freitzeit verbringen. Damit ist nun Schluss.
Heike Sommer In diesem Häuschen in Hohenzieritz konnten Jugendliche ihre Freitzeit verbringen. Damit ist nun Schluss.

Mehrere Versuche hat Bürgermeister Detlev Köhncke seit seinem Amtsantritt als Bürgermeister in Hohenzieritz unternommen, um den Jugendklub des Ortes am Leben zu halten. Doch jetzt nach mehr als zwei Jahren macht er einen Strich unter dieses Kapitel. „Ich habe wirklich den Kontakt gesucht, Angebote gemacht. Aber das hat nicht gefruchtet“, zieht er Bilanz.

Der Klub stand unter Selbstverwaltung der Jugendlichen. Es gab keinen Verein, der als Betreiber auftrat. „Das hat die Sache schwierig gemacht, denn ich hatte keinen Ansprechpartner“, sagt Köhncke. Wenn er Kontakt aufnehmen wollte, tat er dies auf die ganz alte Art: Er heftete einen Zettel an die Klubtür mit der Bitte, dass sich jemand bei ihm melden solle. „Es gab ziemlich viel Klärungsbedarf. Denn in und um den Klub sah es wüst aus. Es gab häufig Beschwerden von Anwohnern über das unkontrollierte Treiben“, schildert er. Ein erstes Ultimatum, den Klub zu schließen, im Spätsommer 2015 hatte Wirkung gezeigt. Drei Jugendliche hatten sich gemeldet, wenig später rückte sogar ein kleiner Trupp an, um klar Schiff auf dem Gelände zu machen.

Allerdings stellte Köhncke Bedingungen. Als erstes sollte ein Ansprechpartner benannt werden, fällige Reparaturen von den Jugendlichen in Angriff genommen und auch die Außenanlagen sollten von ihnen gepflegt werden. Schon damals teilten nicht alle Gemeindevertreter den Optimismus des Bürgermeisters. Die Zweifler sollten Recht behalten. „Es hatte sich nichts geändert. Es gab weiterhin keinen Ansprechpartner, sodass wir nicht wussten, wer sich in den Räumen überhaupt aufhielt. Vom Aufräumen ganz zu schweigen“, sagt Köhnke. Nun hat er ein zweites Mal die Schlösser ausbauen lassen.

Für Dorf- und Sportfeste wird das Haus weiterhin geöffnet. Auf diese Nutzung will die Gemeinde nicht verzichten, auf die als Jugendklub hingegen schon. Die Schließung reiht sich in eine ganze Kette von Jugendklubschließungen in der Region ein. Zuletzt musste in Woldegk die Einrichtung die Arbeit einstellen.

Kommentare (2)

Wenn such die Jugend nichts dagen lässt! Welche Jugend hat das je getan ? Ist Ruhe nun und weiter ??? Vielleicht macht ja die NPD oder andere interessante Angebote an das Jungvolk....Laden dicht, Ziel erreicht ???

Man muss sich nur einmal fragen, welchen Wert überhaupt unsere Jugend hat? In einer Anti-Sozialen und nihilistischen Gesellschaft, wie diese, wo die meisten NWO-Politiker nur noch an sich selbst denken, kommt so etwas bei raus. Hohenzieritz machte zudem noch Schlagzeilen von der Gedenkstätte Königin Louise, auch hier Umgestaltung im Sinne der NWO. Vielleicht sollten die Jugendlichen sich mit dem Freiheitskampf Preußens auseinander setzten.