Lichtenbergern wird das Geld knapp:

Jugendklub vor dem Aus?

Die Einrichtung verwahrlost, das Geld ist knapp. Trotzdem will der Ortsrat den Treffpunkt für Kinder und Jugendliche nicht aufgeben.

Die Feldberger Ortsratsmitglieder schauen sich um im Lichtenberger Jugendklub. Der hat schon bessere Tage gesehen.
Susanne Böhm Die Feldberger Ortsratsmitglieder schauen sich um im Lichtenberger Jugendklub. Der hat schon bessere Tage gesehen.

Die Dachrinne tropft, aus den Gehweg-Fugen wuchert Unkraut, in der Fassade klafft ein Loch: Der Jugendklub in Lichtenberg wirkt von außen verwahrlost. Innen ist er sauber und wohnlich, dennoch haben die Räume haben schon bessere Tage erlebt.

Betreuerin Diana Wendt ist überfordert. Gegen eine Aufwandsentschädigung arbeitet die 37-Jährige drei Mal pro Woche für jeweils vier Stunden in der Einrichtung, deren Träger die Johanniter-Unfall-Hilfe Woldegk ist. In dieser Zeit muss sie bis zu zehn Kinder und Jugendliche betreuen, aufräumen, putzen, Rasen mähen, Unkraut jäten, im Winter Schnee schieben. "Das ist, als ob sie eine Großfamilie mit Haus und großem Gehöft versorgen soll - ein Ding der Unmöglichkeit", sagt Ortsratsvorsitzender Bodo Karberg (CDU). Die ehemals gepflegte und gut besuchte Einrichtung verkommt - und das im Zentrum des Ortes. "Es sieht schlimm aus, das können wir auf keinen Fall so stehen lassen." Über die Zukunft des Jugendklubs wollen die Ortsratsmitglieder in diesem Jahr entscheiden.

Haus und Grundstück gehören der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft, die jährlich 6000 Euro zuschießt. Davon gehen Vizebürgermeister Reiner Stöhring zufolge 2000 Euro in die Verwaltung der Unfall-Hilfe, der Rest in Betriebskosten für Heizung und Strom. "Für die Betreuung der Kinder bleibt nichts übrig. Im Gegenteil: die Kosten übersteigen die Einnahmen."

Trotzdem ist der Klub wichtig für den Ort, finden die Kommunalpolitiker und Betreuerin Diana Wendt. Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren verbringen dort einen Teil ihrer Freizeit. "Wir basteln, spielen und veranstalten manchmal Partys", berichtet Diana Wendt. "Wo sollen die Kinder denn sonst hin?"

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