Kellerbrand aufgeklärt:

Jugendliche als Brandstifter unter Verdacht

Zwei Jugendliche sollen den Wohnblock im Stadtzentrum angezündet haben, in dem auch Flüchtlinge untergebracht sind. Beide verstrickten sich bei den Vernehmungen in Widersprüche.

Weder im Keller noch in den Hausfluren blieben die Wände weiß. Der Ruß hat sich bis in die kleinste Ritze gelegt.
Caroline Wenndorff Weder im Keller noch in den Hausfluren blieben die Wände weiß. Der Ruß hat sich bis in die kleinste Ritze gelegt.

Die Brandstiftung in Woldegk ist aufgeklärt. Zwei Jugendliche aus Woldegk stehen im Verdacht, den Wohnblock im Stadtzentrum in Brand gesteckt zu haben. Die Polizei ist dem Duo am Freitagnachmittag durch umfangreiche Ermittlungen auf die Schliche gekommen. "Innerhalb der Vernehmungen konnten die Beamten Widersprüche aufzeigen, durch welche die beiden Tatverdächtigen festgestellt wurden", so Polizeisprecherin Nicole Buchfink. Ein politisch motivierter Hintergrund könne ausgeschlossen werden.

Am Montagabend war ein Feuer im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Ernst-Thälmann-Straße ausgebrochen in dem auch Flüchtlinge wohnen. Der Qualm breitete sich über mehrere Etagen aus. 38 Menschen mussten fluchtartig das Haus verlassen, einige gelangten über die Drehleiter der Feuerwehr ins Freie. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Die Wohnungen sind vorübergehend unbewohnbar. Die Mieter wurden in Ausweichquartieren untergebracht.

"Zur genauen Aufklärung der Tat und ihrer Hintergründe bedarf es noch einer Vielzahl weiterer Ermittlungen", so Nicole Buchfink am Freitagabend. In der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg arbeitet eine 22-köpfige Ermittlungsgruppe an dem Fall. Allein am vergangenen Mittwoch wurden 120 Zeugen vernommen.

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