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Kaffee und Kuchen bald frisch aus dem Klohaus?

Eigentlich ist der Abriss des Häuschens längst besiegelt. Jetzt aber hat sich jemand gemeldet, der der Immobilie eine Chance geben möchte.

Für das schon lange geschlossene Klohäuschen auf dem Feldberger Amtswerder hat sich ein Kaufinteressent gemeldet. Er möchte aus der Immobilie ein Café machen.
Marlies Steffen Für das schon lange geschlossene Klohäuschen auf dem Feldberger Amtswerder hat sich ein Kaufinteressent gemeldet. Er möchte aus der Immobilie ein Café machen.

Das stillgelegte WC-Häuschen auf dem Feldberger Amtswerder soll zu einem Café umfunktioniert werden. So wünscht es sich jedenfalls ein potenzieller Investor, der bereits einen Antrag an die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft gerichtet hat. Angestrebt wird für das Café sogar eine ganzjährige Öffnungszeit. Zudem soll es eine bewirtschaftete Freifläche von 200 bis 300 Quadratmetern um das Gebäude herum geben. Der Antragsteller möchte das Gebäude entweder von der Gemeinde kaufen oder pachten, hat er in seinem Antrag mitgeteilt.

Die Gemeinde hat indessen anderes mit der Immobilie vor. Und das ist seit dem 22. September 2016 sogar per Beschluss der Gemeindevertretung sanktioniert: Das Gebäude soll abgerissen werden. Ein Abrissdatum ist nicht konkret benannt, aber in Aussicht gestellt.

Zudem gibt es seit dem Jahr 2011 einen Beschluss, wonach in das Gebäude keine investiven Mittel mehr gesteckt werden. Die sanitären Anlagen waren auch zuvor schon marode, so Katrin Zemlin, Sachgebietsleiterin Bauentwicklung. Am 21. September wird sich der Ortsrat als Gremium der Feldberger Stadtvertretung mit dem Kaffeehaus-Ansinnen für das Klohäuschen beschäftigen. Auch im gemeindlichen Bauausschuss und im Tourismusausschuss (26. September/28. September) kommt die Angelegenheit zur Sprache. Ein Beschluss wird für die Gemeindevertretersitzung am 5. Oktober erwartet. Eine klare Haltung hat die Verwaltung schon jetzt. Sie empfiehlt, dem Antrag des Kaffeehausinteressenten nicht zuzustimmen.