Kampf um die Züge:

10 900 Unterschriften für den Erhalt der Kleinseenbahn

Die Bürgerinitiative Pro Schiene kämpft um den Erhalt der Kleinseenbahn. Nun hat sie Ministerpräsident Erwin Sellering Tausende Unterschriften überreicht. Reicht das, damit das Land die Linie Neustrelitz-Mirow weiter unterstützt?

Die Mecklenburgische Kleinseenbahn, um deren Erhalt sich die Strelitzer sorgen. Christiane Bongartz von der Bürgerinitiative Pro Schiene mit der Unterschriften-Pappe für den Ministerpräsidenten.
Susanne Böhm Die Mecklenburgische Kleinseenbahn, um deren Erhalt sich die Strelitzer sorgen. Christiane Bongartz von der Bürgerinitiative Pro Schiene mit der Unterschriften-Pappe für den Ministerpräsidenten.

Für Feriengäste aus Großstädten ist die Mecklenburgische Kleinseenbahn ein echtes Urlaubserlebnis. Der kleine Zug, der zumeist mit nur einem Triebwagen zwischen Neustrelitz, Wesenberg und Mirow pendelt, verbreitet ländlichen Charme und stimmt schon bei der Anreise auf die Ferien auf dem Land ein. Dafür, dass die Kleinseenbahn noch viele Jahre durch die Seenplatte tuckert, setzt sich die Bürgerinitiative Pro Schiene Mecklenburgische Seenplatte (BI) ein. Am Donnerstag reisten drei BI-Mitglieder zu Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und überreichten ihm eine Sammlung mit knapp 10 900 Unterschriften.

Britta Meyer-Itner, Christiane Bongartz und Sigrid Richter bewerteten das Gespräch mit dem Landesvater positiv. „Wir haben den Eindruck, dass Erwin Sellering der Kleinseenbahn keinen Stein in den Weg legen wird“, sagte Britta Meyer-Itner. „Er sagte, es wäre ein fatales Zeichen für die ganze Region, wenn die Strecke stillgelegt würde.“ Der Landespolitiker habe jedoch betont, dass es nicht einfach nur darum geht, eine Bahn zu erhalten, sondern dass weiterhin alle Akteure vor Ort gefordert sind, um die Fahrgastzahlen zu steigern und die Bahn wirtschaftlich zu betreiben.

Jetzt warten alle Beteiligten gespannt auf die Entscheidung der Landesregierung, ob die Strecke in Betrieb bleibt. Das vom Land beauftragte Urbanus-Ingenieurbüro hat die Zukunftsfähigkeit der Linie untersucht und ein Gutachten erstellt.

In 14 Tagen wird das Ergebnis vorgestellt, teilte Christiane Bongartz mit. Anhand der Überprüfung will das Land entscheiden, ob das Modellprojekt bis zum Jahr 2017 fortgesetzt wird.

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