Verschollene Samtpfote:

Katze Lilly ist wieder aufgetaucht

Die Mieze hatte wohl Abenteuerlust gepackt, als sie vor zehn Tagen mit einem Lieferwagen verschwand. Eine große Suchaktion brachte keinen Erfolg, etwas ganz anderes dagegen schon.

Zehn Tage dauerte Lillys Odyssee durch Neustrelitz. Jetzt hat sie wieder nach Hause gefunden und schläft sich ersteinmal richtig aus.
Tina Kehnscherper Zehn Tage dauerte Lillys Odyssee durch Neustrelitz. Jetzt hat sie wieder nach Hause gefunden und schläft sich ersteinmal richtig aus.

Als Familie Kehnscherper die Hoffnung schon aufgegeben hatte, tauchte sie wieder auf: Lilly. Die Katze stand plötzlich vor der heimischen Terrassentür. Tina Kehnscherper war die erste, die den Heimkehrer entdeckte. Anfangs traute sie ihren Augen nicht. "Ich musste wirklich zwei Mal hingucken, aber dann habe ich mich riesig gefreut."

Die dreieinhalbjährige Katze muss eine Odyssee kreuz und quer durch Neustrelitz durchlebt haben. Sie war auf dem Erdbeeracker unbemerkt in einen Kleintransporter gestiegen, als dieser vor dem Haus der Familie Kehnscherper hielt. Ohne zu ahnen, dass sich eine Katze im Heck des Fahrzeuges befindet, fuhr der Lieferant in den Stadtteil Kiefernheide, Luftlinie knapp eineinhalb Kilometer. Dort öffnete er die Tür, Lilly sprang heraus und floh in die Nacht. Tina Kehnscherper glaubte nicht recht daran, ihre geliebte Katze jemals wieder zu sehen.

Katze hat den Weg alleine gefunden

Trotzdem gab die Familie die Hoffnung nicht auf. Eine große Suchaktion wurde gestartet. Der Nordkurier half mit, Suchplakate erregten Aufmerksamkeit, eine Suchmeldung im Internet tat ihr Übriges. Viele Menschen erfuhren von der verschwundenen Katze, hielten die Augen offen, suchten sogar auf eigene Faust, doch zunächst blieb Lilly wie vom Erdboden verschluckt. Keiner hatte die Katze gesehen.

Umso größer waren Erstaunen und Freude bei den Kehnscherpers, also Lilliy plötzlich wieder da war. "Sie hat ganz allein nach Hause gefunden, obwohl sie quasi blind weggefahren wurde, die Strecke noch nie gegangen ist, sich noch nie weiter als 500 Meter von unserem Haus entfernt hat. Ich finde, das ist eine tolle Leistung." Lillys Wanderung war kräftezehrend. 1,5 Kilogramm hat sie abgenommen, ist ansonsten aber unversehrt. "Sie hat keinerlei Blessuren, ihr Fell sieht gut aus, vom Verhalten her wirkt sie auch nicht so, als sei ihre Böses widerfahren." Nur müde ist Lilly nach ihrem tagelangen Abenteuer. "Sie schläft viel, fast den ganzen Tag lang. Sie muss sich wohl erst einmal erholen."

Wie Lilly nach Hause fand, und was sie unterwegs erlebte, das weiß nur sie allein. Wenn sie sprechen könnte, hätte sie viel zu erzählen.

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