Obergrenze erreicht:

Tierheim in Neustrelitz nimmt keine Katzen mehr auf

Die Neustrelitzer Auffangstationen wissen kaum noch, wohin mit all den Stubentigern. Ein Heim hat sich sogar schon zum äußersten Schritt entschieden. Wer kann helfen?

Zu viele herrenlose Katzen in Neustrelitz. Eines der Heime hat jetzt kapituliert. Hier können keine Tiere mehr abgegeben werden.
© Cherry-Merry- Fotolia.com Zu viele herrenlose Katzen in Neustrelitz. Eines der Heime hat jetzt kapituliert. Hier können keine Tiere mehr abgegeben werden.

Eine rätselhafte Katzenschwemme hat das Tierheim des Vereins Pfötchenhilfe in Neustrelitz zu bewältigen. Die Auffangstation in der Wesenberger Straße ist mit 25 Tieren voll belegt. Aber immer noch gehen fast jeden Tag Anrufe ein, dass Katzen zugelaufen sind und abgegeben werden müssen. Und das, obwohl die Sommerreisezeit, in der häufig Haustiere ausgesetzt werden, in weiter Ferne liegt, Weihnachten längst vorbei ist und die Maikatzen noch nicht geboren sind. „Wir kommen nicht zur Ruhe, ein Durchatmen ist nicht im Sicht“, so Vereinsvorsitzende Anne-Katrin Keuer. Die Situation ist so angespannt, dass der Verein einen Aufnahmestopp verhängt hat. „Wir müssen zur Zeit jedes Fundtier ablehnen.“

Das stoße auf wenig Verständnis, muss nach Ansicht der Pfötchenhilfe aber sein. „Wir können die Tiere nicht stapeln oder massenweise zusammenpferchen. Je mehr Tiere auf einem Platz sind, je größer ist der Infektionsdruck. Die Tiere werden anfälliger für Krankheiten und kranke Tiere können nicht vermittelt werden“, so Anne-Katrin Keuer. Darum halte sich ihr Verein an das Motto: „Besser 25 Tiere gut als 50 Tiere schlecht versorgen.“

Nicht alle lehnen weitere Tiere ab

Noch viel mehr Katzen haben im Katzenhaus des Vereins Mohrchen in der Useriner Straße Unterschlupf gefunden. „Es sind 69 Katzen und Kater. Vor Weihnachten hatten wir sogar 80“, sagt Vereinsvorsitzende Birgit Schäfers. Anders als bei der Pfötchenhilfe lehne der Mohrchen-Verein keine Notfälle ab. „Das bringen wir nicht übers Herz. Wo sollen die Leute denn dann mit den Tieren hin“, so Birgit Schäfers.

Egal, welche Strategien die Tierschutzvereine fahren – Helfer brauchen beide. „Wir sind immer auf der Suche nach ehrenamtlichen, Helfern, die uns vormittags oder nachmittags bei der Versorgung der Tiere unterstützen“, heißt es von der Pfötchenhilfe.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung