Zu wenig Nahrung und schlechtes Wetter:

Kaum Lichtblicke im schweren Storchenjahr

Die Storchenbilanz fällt in diesem Jahr eher traurig aus. Richtige Dramen haben sich an so manchen Horsten rund um Neustrelitz abgespielt. Nur in der Stadt selbst bereiten sich vier junge Rotstrümpfe auf die Reise in den Süden vor.

Diese Störchin in Peckatel brütet vergebens. Längst hätten Junge schlüpfen müssen. In diesem Jahr gibt es keinen Nachwuchs.
Anett Seidel Diese Störchin in Peckatel brütet vergebens. Längst hätten Junge schlüpfen müssen. In diesem Jahr gibt es keinen Nachwuchs.

Familie Maaß aus Groß Quassow hat in den vergangenen Jahren so einige Störche landen und zum Herbst wieder fliegen sehen. Doch was sich in diesem Jahr am Horst abgespielt hat, gleicht einem Drama, berichten sie. Drei kleine Störche waren bereits aus dem Ei geschlüpft. Dann wurde es Pfingsten kalt. Das hatte schlimme Folgen. Nach den Feiertagen fand das Ehepaar das kleine Trio tot unter dem Horst. Da war den Groß Quassowern klar, in diesem Jahr ist kein Nachwuchs zu erwarten.

„In Hohenzieritz sieht es nicht anders aus in diesem Jahr“, heißt es. Auch Erwin Hemke vom Naturschutzbund (Nabu) zieht eine ernüchternde Bilanz. „Kein gutes Jahr für Störche“, bilanziert er. In Wesenberg sei noch angefangen worden zu brüten und auch in Roggentin. In Peckatel bei Familie Lorenz sitzt die Störchin nun bereits seit neun Wochen auf vier Eiern. „Da ist mit Nachwuchs nicht mehr zu rechnen – die Eier sind nicht befruchtet“, weiß Klaus Lorenz. Familie Lorenz aus Peckatel und Familie Maaß aus Groß Quassow – sie alle kümmern sich um die Störche im Dorf. Längst gibt es in zahlreichen weiteren Orten solche Initiativen. Doch in diesem Jahr fällt die Statistik besonders im westlichen Teil des Strelitzer Landes äußerst schlecht aus.

23 Nistangebote gibt es von Neustrelitz bis Mirow. Davon waren sechs im Frühsommer besetzt, weiß Hemke. Fünf wurden aufgegeben und nur im Neustrelitzer Horst konnten Junge aufgezogen werden. Wie die Bilanz östlich von Neustrelitz aussieht, ist noch ungewiss. In dem Bereich östlich der B 96 bis Feldberg gibt es 33 Nistangebote. 15 waren davon im Frühsommer besetzt.  Knackpunkt, dass wissen Familie Lorenz aus Peckatel und auch Familie Maaß aus Groß Quassow, ist immer wieder das Nahrungsangebot und das Wetter.

 

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