Wildtier in Not:

Keine Hilfe für den Hirsch von Blankensee?

Ein Damhirsch bringt bei Blankensee die Ordnung durcheinander. Er frisst sich in den Gärten satt. Eine Beobachterin sagt aber auch, dass er in einem traurigen Zustand sei und humpeln würde. Jetzt geht es ihm wahrscheinlich an den Kragen.

Einen Lichtkranz bildet das Licht der aufgehenden Sonne um das Geweih eines Damhirsches. Einer seiner Kollegen macht gerade in Blankensee große Sorgen.
Karl-Josef Hildenbrand Einen Lichtkranz bildet das Licht der aufgehenden Sonne um das Geweih eines Damhirsches. Einer seiner Kollegen macht gerade in Blankensee große Sorgen.

Ein Tier, vermutlich ein Damhirsch, macht in Blankensee Sorgen. „Es frisst sich in unseren Gärten und auf dem Friedhof satt. Der Hirsch macht einen erbärmlichen Eindruck“, erzählt Hanni Rödlin aus Blankensee. Ihr käme es nicht auf die paar Bohnen und Erdbeerpflanzen an, aber der Hirsch sei offensichtlich verletzt. „Ein Obstbaumnetz hängt ihm zwischen den Schaufeln und er humpelt“, schildert sie ihre Beobachtung. Das Tier traue sich nur in der Dämmerung oder des Nachts in die Gärten.

Ordnungsamt und Bürgermeister habe sie inzwischen informiert. Eigentlich sei der Hirsch im Wildgehege eines Blankenseer Waidmanns gewesen und habe dort sein Gnadenbrot erhalten. Nach Schließung des Tierparks in Burg Stargard sei er in Blankensee untergekommen. Doch dann habe er wohl den Ruf der Wildnis so unwiderstehlich gespürt, dass er sich aus dem Staub machte, vermutet die Beobachterin.

Verzwickte Lage

„Der Damhirsch stammt keineswegs aus dem Blankenseer Gehege“, macht Bürgermeister Wulf Bednorz dagegen deutlich. Dafür sei das Tier viel zu scheu. Er habe sich mit dem zuständigen Waidmann in Verbindung gesetzt. „Zahmes Damwild würde sofort kommen, wenn man mit Futter lockt. Das ist bei diesem Tier nicht der Fall“, sagt Bednorz, der nicht nur Bürgermeister, sondern auch Tierarzt ist

Da sich das Tier nicht einfangen lasse, um ihm helfen zu können, müsse es erlegt werden. Ein Auftrag sei an den Jagdpächter gegangen. „Das Tier ausfindig zu machen, ist schwierig und in der Ortslage darf es nicht gejagt werden“, schildert Bednorz die verzwickte Lage.

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