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Keine neuen Miesen

VonMarlies SteffenIn der Residenzstadt wird weiter kräftig gebaut, die Stadt ist dabei selbst ein Motor und gibt fast sechs Millionen Euro aus. Das ist ein ...

Der Umbau der Alten Post zum Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz ist das größte städtebauliche Projekt der Stadt. Es soll im kommenden Jahr fertig werden.  FOTO: marlies steffen

VonMarlies Steffen

In der Residenzstadt wird weiter kräftig gebaut, die Stadt ist dabei selbst ein Motor und gibt fast sechs Millionen Euro aus. Das ist ein jetzt auch politisch besiegelter Wille.

Neustrelitz.Die Neustrelitzer müssen in diesem Jahr keine Steuererhöhungen aus dem Rathaus befürchten. Die Stadtvertreter besiegelten am Donnerstagabend den Haushalt für 2013. Danach bleiben Grund- und Gewerbesteuer unverändert.
Der in der Stadtvertretung als „solide erarbeitet“ bezeichnete Etat hat einen Gesamtumfang von rund
52 800 000 Euro. Er ist ausgeglichen, neue Schulden müssen nicht gemacht werden. Im Gegenteil, die Miesen werden weiter abgebaut und von jetzt 3,2 Millionen Euro auf 2,46 Millionen im kommenden Jahr reduziert. Dennoch lebt Neustrelitz nicht im Schlaraffenland, die Einnahmen reichen nicht aus, um alle Ausgaben zu decken. Deshalb muss die Stadt auf ihre eigenen Mittel zurückgreifen. Insgesamt rund 2,8 Millionen Euro werden dem Geldvermögen entnommen.
Das sei für eine Kommune wie Neustrelitz eine vergleichsweise große Summe, sagte Kämmerin Birgit Szumny. Sie erklärt sich vor allem durch die intensive Bautätigkeit der Stadt. Insgesamt werden dafür 5,7 Millionen Euro ausgegeben. Große Brocken sind unter anderem der Umbau der Alten Post zum Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz, die Sanierung der Schlossbergauffahrt und des Orangerie- sowie des Bahnhofsvorplatzes. Für ihre Vorhaben erhält die Stadt Fördermittel.Erfreulich, dass der Topf der freiwilligen Leistungen in diesem Jahr größer geworden ist. Mit 634 000 Euro werden unter anderem Kultur, Jugend und Sport unterstützt.
Die Stadt erhält auch in diesem Jahr Landeszuweisungen, die sich an den Einwohnerzahlen – 21 126 per Ende 2011 – orientieren. Die Summe beläuft sich auf rund 6,2 Millionen Euro, das ist etwas weniger als im Jahr zuvor. Da lagen auch noch rund 80 Einwohner mehr als Berechnungsgröße zugrunde. Aus der Einkommenssteuer fließen fast vier Millionen Euro, zum Vergleich: 2012 waren es 3 640 000 Euro. Bei den Ausgaben schlägt die Kreisumlage mächtig ins Kontor. Die Residenzstadt muss fast sieben Millionen Euro aufbringen, um den kreislichen Haushalt zu unterstützen.

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