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Keine Power? Festival legt eine Pause ein

Dieser Schnitt musste  sein. Auch wenn er den Machern unheimlich schwerfiel. Denn sie brennen für Rock im Wald. Aber in diesem Jahr ist anderes wichtiger als die Musik unter Bäumen.

Die Rammstein-Coverband Stahlzeit war das Zugpferd bei Rock im Wald 2014.
NK-Archiv Die Rammstein-Coverband Stahlzeit war das Zugpferd bei Rock im Wald 2014.

Nach dem dritten Mal ist nun Schluss. „Vorerst“, wie Olaf Böhme vom Verein Rock im Wald betont. „Nächstes Jahr greifen wir wieder an“, verspricht der Wokuhler, der gemeinsam mit Sven Töllner, Heiko Ehlers und Sven Kostros das Festival „Rock im Wald“ auf die Beine gestellt hat. Die Absage ist den vier Machern aber nicht leicht gefallen. Noch bis  Februar hieß es nämlich auf der Internetseite  des Vereins: „Die Vorbereitungen für Rock im Wald-2015 laufen auf Hochtouren!!! 2015 findet das Festival vom 3. bis 5. Juli statt.
Informationen über alle teilnehmenden Bands, Ablaufplan und vieles mehr, erhaltet ihr hier und auf Facebook! Wir freuen uns jetzt schon auf euch!“

Doch das ist endgültig Geschichte. In  diesem Jahr fehlt einfach die Kraft, um so ein Riesending in dem kleinen Dorf erneut zu stemmen. „Es stehen bei uns beruflich und privat zu viele Veränderungen an. Da bleibt keine Zeit und Kraft für die Festivalvorbereitungen“, sagt Olaf Böhme. Er hätte sich gewünscht, dass Rock im Wald auf mehr Zuspruch gestoßen wäre. 700 Besucher bei einem Zugpferd wie die Band Stahlzeit seien etwas enttäuschend gewesen, gibt er zu. 1000 wäre  einen  gute  Zahl gewesen. „Nach den Veranstaltungen 2012 und 2013 hatten wir auf ein verändertes Konzept gesetzt und gehofft, die Sache kommt mehr ins Rollen“, sagt er.

Die Rechnung ging keineswegs auf

Der Festivaltermin wurde von Ende August auf Anfang Juli gelegt, Werbung und Vorverkauf früher gestartet und ein Band-Contest ins Leben gerufen. Doch die Rechnung ging nicht, wie  erhofft, auf – und so ein Festival bedeutet nicht nur einen riesigen organisatorischen Aufwand, sondern auch finanzielle Risiken.

Um so erfreulicher findet es Olaf Böhme, dass Sponsoren zur Stange halten – hoffentlich auch für den Neustart im Jahr 2016. In diesem Jahr bäckt Wokuhl eben kleinere Brötchen. Einheimische und Gäste können sich auf das Sommerfest am 21. und 22. August freuen. Doch auch hier mischt Olaf Böhme mit. Schließlich ist er Vorsitzender des FV Wokuhl. Der 140 Mitglieder zählende Verein stellt jede Menge Helfer für das Fest. „Wir sind auch ohne Rock im Wald ein sehr lebendiges Dorf.“