Im Endspurt Besucherzahl geschafft :

Kino-Chefin setzt zum Abschied auf den Hobbit

Das Wesenberger Filmtheater muss zu Jahresbeginn schließen. Ob es wieder öffnet, hängt davon ab, ob die Betreiberin Fördermittel einwerben kann.

Christiane Bongartz muss zu Jahresbeginn die Türen ihres geliebten Kinos vorerst schließen. Sie hofft, bis zum Beginn der Tourismussaison umgerüstet und umstrukturiert zu haben.  
André Gross Christiane Bongartz muss zu Jahresbeginn die Türen ihres geliebten Kinos vorerst schließen. Sie hofft, bis zum Beginn der Tourismussaison umgerüstet und umstrukturiert zu haben.  

Ein Hobbit kann über die Zukunft des Wesenberger Kinos mitbestimmen. Christiane Bongartz, Chefin des Kleinstadt-Kinos, verbindet mit der Filmfigur all ihr Hoffen und Bangen. Denn mit dem Monumentalfilm zum Jahresende schafft die Cineastin, was die Filmförderanstalt (FFA) von ihr verlangt, bevor der Finanztopfdeckel gehoben wird: drei Mal in Folge 8000 Besucher pro Jahr.

Und eine Geldspritze braucht die 57-jährige Kinoaktivistin dringend, will sie das meistern, was die Ver­leiher fordern. Ohne Digitalisierung des Filmtheaters werden sich die Türen des Wesenberger Filmtempels nicht mehr öffnen, die sich zu Jahresbeginn 2014 bis zum hoffentlich glücklichen Ende in ein paar Monaten erst einmal schließen.

„Um die 70 000 Euro kostet mich die Umstellung, 40 000 Euro muss ich von wo auch immer beschaffen“, sagt Christiane Bongartz. Daran führt kein Weg vorbei. Eben erst hat sie den Förderantrag gestellt, der Ende 2012 noch nicht einzureichen war. Da war in der Besucherbilanz ein 6000-er Jahrgang. Sollte der Antrag abschlägig beschieden werden, will die Kino-Chefin im Januar noch mal nachlegen und auf Härteregelung pochen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die gleiche FFA, die einst die Sanierung dieses Kinos kreditiert hat, es jetzt sterben lässt“, betont Christiane Bongartz im verflixten 13. Jahr ihres Kinos.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung