Leck in der Kreisstadt abgedichtet:

Kleiner Nachbar hilft mit Zapfanlage aus

Die Neustrelitzer schließen in Neubrandenburg das Gas-Leck. Jetzt ist alles in Tüten und Papier, um in der Ihlenfelder Vorstadt eine Erdgas-Tankstelle wieder in Betrieb zu nehmen. Die Neubrandenburger Stadtwerke hatten sich dafür nicht interessiert.

Tanken mit Gas – in der Kreisstadt gerade nicht möglich. Doch die Neustrelitzer Stadtwerke wollen eine entsprechende Anlage einrichten.
© Visionär - fotolia.com Tanken mit Gas – in der Kreisstadt gerade nicht möglich. Doch die Neustrelitzer Stadtwerke wollen eine entsprechende Anlage einrichten.

In der Kreisstadt drohte sich in Sachen Erdgas ein weißer Fleck zu bilden. Doch nun kommt ausgerechnet von den kleinen Nachbarn in Neustrelitz Hilfe. „Die Stadtwerke Neustrelitz bauen auf dem Gelände der Team-Tankstelle in der Ihlenfelder Vorstadt eine komplett neue Tankanlage für Erdgas“, hieß es am Donnerstag von dem Unternehmen.

Die Neustrelitzer hatten bereits kurz nach dem Aus der Erdgas-Säule Interesse bekundet und sich darum bemüht, so schnell wie möglich wieder Erdgasautos in der Seenplatten-Kreisstadt zu versorgen. Die Neubrandenburger Stadtwerke hatten mitgeteilt, an einer Übernahme nicht interessiert zu sein. Das Unternehmen hatte früher eine Erdgas-Tanksäule betrieben. Diese sei hoch defizitär und damit nicht mehr zu verantworten gewesen, hieß es zur Begründung. Die Anlage sei daraufhin an die Team-Tankstelle veräußert worden. Dort seien die technischen Probleme immer größer geworden, die schließlich zum Aus für die Zapfsäule führten. Nun seien die Verträge mit den Neustrelitzern und Team unter Dach und Fach, hieß es. In der zweiten Jahreshälfte soll es an der Neubrandenburger Zapfstelle in Verantwortung der Neustrelitzer wieder Erdgas fürs Auto geben. Erfahrungen haben die heimischen Stadtwerke mit dieser Technik längst. Auch in Neustrelitz gibt es die Möglichkeit, Erdgasautos zu betanken. „Wir haben das Vorhaben im Vorfeld wirtschaftlich betrachtet, bevor wir uns für eine Investition entschieden haben“, sagte eine Unternehmens-Sprecherin. Der Aufsichtsrat habe grünes Licht gegeben. Das Projekt passe in die Unternehmens-Philosophie.

Frank Schmetzke als Geschäftsführer der Stadtwerke ist gleichzeitig auch Vorstandsvorsitzender von erdgas mobil MV. Er ist froh, dass die Lücke im Erdgas-Tankstellennetz des Landes schnell geschlossen wird. „Alles andere wäre ein herber Rückschlag für unser Bemühen um einen umweltfreundlichen Kraftstoff im Land gewesen“, betonte Schmetzke. Im Land gibt es insgesamt 28 Erdgas-Tankstellen.

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