Anträge mehr als verzehnfacht:

Kleiner Waffenschein in der Seenplatte so begehrt wie nie

Eine Silvesternacht hallt nach: Auch die Mecklenburgische Seenplatte rüstet auf. Allein in diesem Jahr wurden bisher rund 250 der sogenannten Kleinen Waffenscheine ausgegeben. 2014 waren es im gesamten Jahr lediglich 21.

Für den Waffenschein braucht es keine Erlaubnis, er muss aber offiziell ausgestellt werden.
Oliver Killig Für den Waffenschein braucht es keine Erlaubnis, er muss aber offiziell ausgestellt werden.

Die Unsicherheit unter den Einwohnern in der Seenplatte hält weiterhin an. Jedenfalls könnte darauf geschlossen werden, beim Betrachten der Statistik zum Kleinen Waffenschein. Bereits Ende des vergangenen Jahres und mit Beginn diesen Jahres stieg die Zahl der Anträge auf diesen Schein sprunghaft.

2014 war die Zahl mit 21 Anträgen verschwindend gering. 2015 vervierfachte sich diese Zahl. Seit den Vorfällen in Köln in der Silvesternacht 2015/2016, bei der Hunderte von Frauen bedrängt und sexuell missbraucht worden waren, stieg die Zahl weiterhin an. Ein Trend, der wahrscheinlich bis heute anhält, wie die aktuelle Zahlen belegen: „Im Jahr 2016 wurden bis jetzt rund 250 Kleine Waffenscheine ausgegeben“, heißt es aus dem Landratsamt.

Überprüfung nach drei Jahren

Diese Kleinen Waffenscheine berechtigen zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen und sind unbefristet gültig. Die Waffen müssen mit einem sogenannten PTB-Prüfzeichen versehen sein. Erwerben kann jeder eine solche Waffe, der volljährig ist. 50 Euro kostet zudem das Ausstellen der Scheine beim Landkreis.

Der Erwerb ist in Deutschland erlaubnisfrei, genau wie sein Besitz. Wer ihn beantragt, muss volljährig und darf nicht vorbestraft sein. „Alle Inhaber einer waffenrechtlichen Erlaubnis werden bei Erteilung und in regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch nach Ablauf von drei Jahren, erneut auf ihre Zuverlässigkeit geprüft“, informiert der Landkreis.

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