Dankesbrief aus England:

Königliche Grüße nach Mirow

Das 3-Königinnen-Palais auf der Schlossinsel ist demnächst um ein Dokument mit Seltenheitswert reicher. Ein Lätzchen hat dazu beigetragen, dass ein Brief aus dem Kensington Palace in die Kleinstadt gelangt ist. Hier wird nun geträumt.

Im 3-Königinnen-Palais auf der Schlossinsel soll bald ein Brief aus England hängen. Darin bedanken sich Prinz William und seine Frau Kate für die guten Wünsche und ein Geschenk aus Mirow zur Geburt ihres Sohnes.
T. Lemke Im 3-Königinnen-Palais auf der Schlossinsel soll bald ein Brief aus England hängen. Darin bedanken sich Prinz William und seine Frau Kate für die guten Wünsche und ein Geschenk aus Mirow zur Geburt ihres Sohnes.

Warmen Dank und beste Grüße haben der englische Prinz William und seine Frau Kate, Herzog und Herzogin von Cambridge, an die Mirower Bürger übermitteln lassen. In einem Brief, den der Privatsekretär des royalen Paares, Miguel Head, unterzeichnet hat, ist davon die Rede, dass die Königlichen Hoheiten von den „wundervollen Botschaften und Geschenken“, die sie anlässlich der Geburt ihres Sohnes Prinz George erreicht haben, „überwältigt“ sind und sich gemeinsam mit ihren Eltern und den weiteren Familienangehörigen „wahnsinnig freuen“.

Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) und die Mitarbeiter des 3-Königinnen-Palais auf der Schlossinsel hatten anlässlich des Ereignisses neben Glückwünschen ein Päckchen nach England geschickt, darunter ein Lätzchen aus dem Souvenirshop mit der Aufschrift „Born to be a King“ (Geboren, um ein König zu sein). „Über die Antwort haben wir uns natürlich riesig gefreut“, sagte Schmettau dem Nordkurier. „Wir werden das Schreiben dem 3-Königinnen-Palais überreichen, sicherlich findet es dort einen würdigen Platz.“

Ganz aus dem Häuschen zeigte sich auch Elke Meier, die Eventmanagerin des Palais. Ihr hatte das Stadtoberhaupt mit seinem Anruf am Morgen den Arbeitsbeginn versüßt. „Mit einer Antwort aus dem Kensington Palace habe ich wirklich nicht gerechnet. Unser kleines Mirow ist in der Flut der guten Wünsche und Gaben zur Geburt des Prinzen nicht untergegangen. Wir alle hier finden das richtig, richtig toll, es ist einfach nur schön.“ Inzwischen habe sie sich mit ihren Mitstreiterinnen bereits Gedanken gemacht, wo das wertvolle Schriftstück ausgestellt werden könnte. „Entweder zeigen wir es im Foyer, oder wir gliedern es in die Ausstellung zu Sophie Charlotte ein.“ 

Elke Meier war gestern so aufgekratzt, dass sie sich gleich noch einen Traum leistete. Im kommenden Jahr werde ja das Obere Schloss nach der langen Restaurierung wieder der Öffentlichkeit übergeben. Und vielleicht sei das ein Anlass für einen royalen Gast, sich auf die Reise nach Mirow zu begeben. Aus der Kleinstadt mit dem Herzogsschloss derer von Mecklenburg-Strelitz stammt die spätere britische Königin Sophie Charlotte (1744-1818), die 1761 in London zur Königin gekrönt wurde.

Das Lätzchen aus dem Laden des 3-Königinnen-Palais hatte sich in der zurückliegenden Saison auch ohne die Verbindung zum britischen Königshaus als ein Verkaufsschlager erwiesen. Umso mehr dürfte es künftig nachgefragt sein, und Elke Meier sieht schon eine Nachbestellung auf sich zukommen. Denn sie könne momentan nur noch einen kleinen Prinzen bedenken.