Sorgen um kahle Bummelmeile:

Könnte ein Flohmarkt Leben in die Stadt bringen?

Die Neubrandenburger machen es vor mit ihrem regelmäßigen "Kinderkram" und "Weiberkram". Das Beispiel könnte auch in Neustrelitz Schule machen. In der Residenzstadt gibt es sogar schon tolle Flohmarktangebote – aber eben nicht in der Strelitzer Straße.

Das „Welcome“-Schild wirkt in der kahlen Strelitzer Straße glatt ein wenig höhnisch.
Marlies Steffen Das „Welcome“-Schild wirkt in der kahlen Strelitzer Straße glatt ein wenig höhnisch.

Dieses Sprichwort dürften so mancher kennen: Wozu in die Ferne schweifen, wo das Gute liegt so nah? Auch um die Neustrelitzer Innenstadt zu beleben, muss der Mensch eigentlich gar nicht weit weg. Die Neubrandenburger machen es auf der Turmstraße schon länger vor. „Kinderkram“ und „Weiberkram“ heißen zwei der flohmarktähnlichen Events. Parallel zu diesen Angeboten halten die Innenstadthändler ihre Geschäfte offen.

Eine Aktion, die auch der Residenzstadt gut zu Gesicht stünde. Hier gibt es sogar schon ein tolles Flohmarktangebot, nämlich den Kinderflohmarkt am Familienzentrum. Warum also nicht den Markt in die Strelitzer Straße verlagern? Die Idee sei "gar nicht schlecht", findet Silke Penzhorn-Heller vom Unternehmerverband Mecklenburg-Strelitz.

Im Familienzentrum ist Katrin Raemisch allerdings skeptisch. Der Flohmarkt habe vor Jahren schon mal im Stadtteil Kiefernheide stattgefunden. Das habe nicht so gut funktioniert. Zudem biete das Familienzentrum auch immer ein kleines Rahmenprogramm für Kinder – das könnte dann auch nicht stattfinden, befürchtet Raemisch.