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Kurort will Gartenfeuer verbieten

Der Titel Kneipp-Kurort verträgt sich nicht mit Qualm und Gestank. Daher wollen Feldbergs Volksvertreter nun das Verbrennen von Grünabfällen im März und Oktober untersagen. Damit die Luft rein und gut bleibt.

Wunderschön sieht Feldberg von oben aus. Damit die Luft in dem Kurort sauber bleibt, soll es künftig keine qualmenden Gartenfeuer mehr geben.
Carl-Ludwig Köller Wunderschön sieht Feldberg von oben aus. Damit die Luft in dem Kurort sauber bleibt, soll es künftig keine qualmenden Gartenfeuer mehr geben.

Rauchsäulen steigen regelmäßig im Frühjahr und im Herbst von den Gartengrundstücken in der Seenplatte auf. Qualm und Gestank verpesten die Luft. Auch in Feldberg konnten bislang in den Monaten März und Oktober Grünabfälle verbrannt werden. Damit soll nun aber endgültig Schluss sein, signalisiert die Gemeindevertretung der Feldberger Seenlandschaft. Am Donnerstagabend fasste das Gremium einen Beschluss, wonach das Verbrennen pflanzlicher Abfälle künftig im Ortsteil Feldberg verboten werden soll – und das möglichst schon ab dem nächsten Jahr.

Feldberg sei inzwischen zum Kneipp-Kurort ernannt worden, erläuterte Ordnungsamtsleiter Reiner Stöhring den Hintergrund. Nicht nur, dass in diesem Zusammenhang qualmende Laub-Feuer unangebracht seien, auch arbeite man auf Landesebene derzeit eine Neufassung der Pflanzenabfall-Verordnung. Nach einem aktuellen Entwurf dürfen in den Kur- und Erholungsorten generell keine Gartenabfälle mehr verbrannt werden. „Daher sollten wir selbst aktiv werden, um den gemeindlichen Gestaltungsspielraum auszunutzen“, sagt Stöhring. Zudem plane der Landkreis, ab dem nächsten Jahr einen Wertstoffhof in Feldberg einzurichten, sodass dort Herbstlaub, Gartenschnitt oder andere Pflanzenreste abgegeben werden können. Das ist allerdings kostenpflichtig. Zu überlegen sei daher, ob einkommensschwache Bürger bei der Grünabfall-Abgabe unterstützt werden können.