Schützen legen noch einmal an:

Landrat schießt sich seinen Karpfen

Beim Traditionswettkampf der Neustrelitzer Gilde am Jahresende mit dem Luftgewehr zählten zwar auch die Ringe. Am Ende ging aber niemand leer aus, ob nun Sieger oder Letzter.

Spaßwettkampf, hin, Spaßwettkampf her: Um ein möglichst gutes Schießergebnis waren alle Teilnehmer bemüht. 
André Gross Spaßwettkampf, hin, Spaßwettkampf her: Um ein möglichst gutes Schießergebnis waren alle Teilnehmer bemüht. 

Landrat Heiko Kärger (CDU) weiß, woher er seinen Jahreswechselfisch bekommt. Auch diesmal war er kurz vor Silvester aktiver Gast der Neustrelitzer Schützen beim traditionellen „Karpfenschießen“. Im Gegensatz zu anderen Zeitgenossen betrachte er Schützenvereinigungen auch nicht kritisch. Wie alle Vereine bemühten sie sich, Menschen eine interessante Freizeit anzubieten, Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln und dabei auch Kinder und Jugendliche einzubinden.

Wobei Letzteres im Schießsport nicht einfach ist, wie Rüdiger Brozio, Schriftführer der Neustrelitzer Schützengilde 1767, dem Nordkurier sagte. Erst im Alter von zwölf Jahren dürfen Kinder schießen, „da sind die Messen schon gesungen. Denn andere Sportvereine sind bereits in den Kindergärten um Nachwuchs bemüht.“

Und so ist es zwar ein kleines Wunder, dass die Neustrelitzer Schießsportfreunde seit Jahren um die 80 Mitglieder haben. Andererseits geht ihr Kinder- und Jugendanteil im Verein gegen Null. „Wir tun alles für unser positives Image und sind zumindest froh, dass sich in unseren Reihen Sportfreunde aller sozialen Gruppen finden. Wer behauptet, Schützenvereine seien elitär, kann sich bei uns vom Gegenteil überzeugen“, betonte Rüdiger Brozio.

Die 40 Karpfen für die Schützen des Wochenendes, darunter Tagesgäste wie Heiko Kärger, gab es nicht zum Nulltarif. Aber die Wesenberger Havel-Fischerei kommt dem Verein immer entgegen, und ein bisschen Geld zum Drücken der Kosten hatte der Verein zumindest für Mitglieder auch noch in der Kasse.

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