Einsturzgefahr:

Laster bringen Kirchenmauer ins Wanken

Große Steine lösen sich aus dem Gemäuer in Fürstenhagen und rollen auf den Gehweg. Anwohner vermuten die Schuld bei den vorbeifahrenden Lkw.

Große Steine sind aus der Kirchenmauer in Fürstenhagen gefallen. Die Mauer ist einsturzgefährdet.                         
Susanne Böhm Große Steine sind aus der Kirchenmauer in Fürstenhagen gefallen. Die Mauer ist einsturzgefährdet.  

Große, schwere Feldsteine sind aus der Kirchenmauer in Fürstenhagen gefallen, einige bis auf den Gehweg gerollt. Risse klaffen im Mauerwerk. Manche Steine sind nach außen gedrückt, sie werden die nächsten sein, die den Wall hinunter stürzen. Die alte Trockenmauer, die das Gotteshaus umgibt, ist einsturzgefährdet. Einwohnern reicht es. Sie machen die Lastwagen dafür verantwortlich, die schon ihre Dorfstraße demoliert haben.

Erschütterungen, ausgelöst von vorbeifahrenden Lkw, bringen die Mauer ins Wanken, vermutet Anwohner Frank Ix. Er fordert das Straßenbauamt Neustrelitz auf, Fürstenhagen für Last­wagen zu sperren. „Ist es nicht möglich, den Transit-Verkehr aus der Region herauszuhalten und über die Autobahnen umzuleiten?“, fragt er. „Zeitliche Nachteile würde diesem Verkehr nicht entstehen, aber er würde sich durch die Autobahn-Maut finanziell am Straßenerhalt beteiligen.“

Das Straßenbauamt hat den einsturzgefährdeten Bereich vorerst notdürftig mit einem Bauzaun abgesichert. Die Lösung ist das aber nicht. „Wenn die Mauer umzustürzen droht, müssen wir eingreifen“, sagt Amtsleiter Jens Krage. Für Fürstenhagen ein Lkw-Verbot zu verhängen, schätzt er als nicht praktikabel ein. Selbst wenn eine Umleitung ausgeschildert wird, würden das viele Fahrer ignorieren.

Aktuell zu erleben ist das im wenige Kilometer entfernten Bredenfelde, wo die Bundesstraße 198 seit April wegen Bauarbeiten für Lastwagen gesperrt ist. Viele Fahrer nutzen nicht die ausgewiesene Umleitungs­strecke, sondern bahnen sich Schleichwege über die Dörfer.

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