:

Leser lechzen nach Lokalem

VonTobias LemkeEine kleine Runde hatte sich in Mirow zum Leserstamm- tisch eingefunden. Diskutiert wurde über die Zukunft der Zeitung, die Themen darin und ...

VonTobias Lemke

Eine kleine Runde hatte sich in Mirow zum Leserstamm- tisch eingefunden. Diskutiert wurde über die Zukunft der Zeitung, die Themen darin und das, was gefällt oder aber nicht so gut ankommt.

Mirow.Zeitung lesen, das macht doch heutzutage richtig Spaß, sagt Karola Kahl. Die Amtsleiterin der Kleinseenplatte war am Donnerstagabend der Einladung des Nordkurier zum Leserstammtisch nach Mirow gefolgt und berichtete, dass sie erst kürzlich eine alte Zeitung in den Händen hielt. Damals sei der Schreibstil im Blatt doch um einiges dröger gewesen.
Aber nicht nur die Vergangenheit des Zeitungswesen, sondern vor allem die zukünftige Ausrichtung interessierte die kleine Runde, die sich zur Plauderstunde mit den Redakteuren der Strelitzer Zeitung im Mecklenburger Hof einfand. Wie hoch ist die Auflage? Liest die Jugend überhaupt noch die Zeitung? Diese Fragen beschäftigten zum Beispiel Hartmut Borchert und Ute Leßmöllmann. Während die ältere Leserschaft die Zeit habe sich ausgiebig mit der Zeitung zu beschäftigen, fehle diese bei jungen Leuten. André Gros, Chefreporter der Strelitzer Zeitung, erklärte, dass der Nordkurier inzwischen mehr sei als die reine Papierausgabe. Zunehmend werde das Angebot im Internet und in sozialen Netzwerken wie Facebook als Diskussionsplattform von Lesern genutzt.
Vor allem die lokalen Themen sind den Mirowern wichtig. Gerne würde sie auch mehr aus den Nachbargemeinden um Rechlin und Röbel sowie von den brandenburgischen Nachbarn erfahren. Kontrovers wurde die Unterteilung der Strelitzer Zeitung in einzelne Regionen diskutiert. „Vielleicht würde man manchen Artikel mehr lesen, wenn die Berichte durchmischt werden“, meinte Karola Kahl. Leserin Renate Heise wiederum findet gerade die regionale Einteilung für ihre Orientierung gut. Die Mirowerin hatte zudem ein paar Tipps für die Zeitung parat. So wünscht sie sich mehr Ratgeberthemen und könne sich gut eine Rubrik vorstellen, bei der normale Alltagsprobleme durch andere Bürger erklärt werden.
Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau, der ebenso den Weg zum Leserstammtisch gefunden hatte, schätzt an der Zeitung, dass stets nachgehakt und nachrecherchiert wird. Der Nordkurier sei zudem ein wichtiger Multiplikator. Manche Veranstaltung hätte wohl weitaus weniger Besucher ohne die Zeitung, wurde konstatiert.

Kontakt zum Autor
t.lemke@nordkurier.de