Auslandssemester in Argentinien:

Lia aus Lüttenhagen lässt den Winter aus

Eine Studentin aus der Seenlandschaft arbeitet sechs Monate in Südamerika. Dort ist jetzt Sommer.

Lia Packheiser aus Lüttenhagen (4. von links) arbeitet an einer deutschen Schule in Argentinien.
privat Lia Packheiser aus Lüttenhagen (4. von links) arbeitet an einer deutschen Schule in Argentinien.

Lia Packheiser aus Lüttenhagen lässt einen Winter aus. Die 24-jährige Studentin verbringt sechs ­Monate in Argentinien. Lia, die in Rostock Spanisch und Biologie auf Lehramt studiert, will in dem Auslandssemester ihren Horizont erweitern und ihre Spanischkenntnisse vertiefen. Unter Regie des Unesco-Freiwilligendienstes „Kulturweit“ arbeitet die Studentin an einer deutschen Schule in Moreno, einem Vorort der Metropole Buenos Aires. Sie assistiert im Deutsch­unterricht, leitet einzelne Unterrichtssequenzen selbst und gibt zweimal pro Woche einen Deutschkurs.

„Dabei stoße ich manchmal auf Tücken in meiner Muttersprache“, berichtet die junge Frau. Die jüngsten unter ihren Schützlingen sind gerade einmal drei Jahre alt, die ältesten Schüler sind 18 und beenden die Schule im Dezember.

Lia Packheiser hat es nicht immer leicht, die Kinder und Jugendlichen in Südamerika für ihre Muttersprache zu ­begeistern. „Bald wird es einen Projekttag geben. Da viele Schüler kaum Interesse an Deutsch oder Deutschland haben, das Unterrichtfach ­jedoch obligatorisch für sie ist, hoffe ich, an diesem Tag mit Spielen und einem Deutschland-Quiz etwas Begeisterung in ihnen zu wecken“, beschreibt sie die Schwierigkeiten ihrer Arbeit. „Insgesamt aber ist die Arbeit hier eine tolle Möglichkeit für mich, um Erfahrungen für meinen späteren Beruf zu sammeln.“ Im März kommt Lia aus dem südamerikanischen Sommer zurück nach Deutschland - in einen Frühling, der ihr kalt vorkommen wird.

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