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Lkw-Lärm vorm Haus sorgt für mächtig Frust

So geht das nun schon seit Monaten. Weil die B 198 im Brandenburgischen wegen Bauarbeiten gesperrt ist, rauscht der Verkehr jetzt zu großen Teilen über die Landesstraße nach Göhren. Dabei ist die Strecke keine offizielle Umleitung. Und dafür gibt's einen triftigen Grund.

Wieder poltert ein Lkw vorbei. Monika und Dieter Seidel aus Göhren bekommen derzeit den Umleitungsverkehr deutlich zu spüren.
Tobias Lemke Wieder poltert ein Lkw vorbei. Monika und Dieter Seidel aus Göhren bekommen derzeit den Umleitungsverkehr deutlich zu spüren.

„Schleichweg sagt man dazu wohl umgangssprachlich“, meint Dieter Seidel aus Göhren. Dabei sind die Laster und Autos vor seiner Tür alles andere als schleichend unterwegs. Weil der 79-Jährige mit seiner Frau Monika noch vorm Ortseingang wohnt, darf hier der Verkehr mit Tempo 80 rollen. Dagegen hat das Paar nichts. Nur habe der Verkehrslärm derart zugenommen, dass Monika Seidel kaum in den Schlaf findet.

Der Grund für den Krach liegt im Brandenburgischen. Da wird auf der B 198 hinter Wolfshagen gebaut. „Seitdem es dort die Vollsperrung gibt, bekommen wir das hier voll zu spüren", erklärt Dieter Seidel. Fast mag er es den Fahrern nicht verübeln, dass sie nun über Göhren ausweichen. „Die suchen sich natürlich die günstigste Umleitungsstrecke raus. Wer würde das nicht machen?“ Aber zum einen sei die Fahrbahn eh schon in einem schlechten Zustand und zum anderen nicht breit. Wenn sich zwei Lkw begegnen, werde es eng.  Zudem gibt es eine ausgeschilderte Umleitung – die verläuft woanders.

Ausgeschildert wurde die Umfahrung über die Pasewalker Ecke. Das bestätigt  Jens Krage, Leiter vom Straßenbauamt in Neustrelitz. Auch wenn die Behörde aus M-V nicht für den Straßenbau in Brandenburg verantwortlich ist, so hat sie ein Wörtchen mitzureden. „Wir hatten gute Gründe, die Umfahrung nicht über Göhren zu legen“, sagt Krage. Denn die L 341 befindet sich selbst in der Bauplanung.