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Maschinchen frisch poliert

VonUlrich KriegerFahrbare Untersätze sind in Neustrelitz zu bewundern. Ein Städter hat das Museum in drei Monaten aufgebaut.Neustrelitz.Jetzt hat ...

Malte Wirths durfte an den Lenker und Mutter Urte Wirths sowie seinen Bruder Mattes Wirths chauffieren.  FOTO: ulrich krieger

VonUlrich Krieger

Fahrbare Untersätze sind in Neustrelitz zu bewundern. Ein Städter hat das Museum in drei Monaten aufgebaut.

Neustrelitz.Jetzt hat Neustrelitz auch eines – ein kleines technisches Museum. Ab heute können Interessenten an alten Zweiradfahrzeugen im vorderen Hafenspeicher in der Semmelweisstraße 19 diese Oldtimer ausgiebig bestaunen. Motorroller, Fahrräder und Fahrräder mit Hilfsmotor, Mopeds und weitere Leihfahrzeuge hat Museumsbetreiber Daniel Grabnitzki zusammengetragen. Nur etwa drei Monatevergingen von der Idee bis zur Eröffnung der Schau, wobei Grabnitzki intensive Unterstützung von Hauseigentümer Bernd Werdermann erfuhr.
Mit den ausgestellten Fahrzeugen soll das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein. Schon jetzt keimt die Hoffnung, auch noch Motorräder ausstellen zu können. „Dafür bräuchten wir aber noch eine weitere Etage in dem Speichergebäude“, schaut der Betreiber nach vorn – wohl wissend, dass er auch dafüreiniges an Platz benötigen wird.
Den geladenen Gästen einer kleinen Eröffnungsfeier machte es sichtlich Freude, die „Schätze“ begutachten zu können. „Auf so einem Fahrrad mit Hilfsmotor vom Hersteller Messgeräte- und Armaturenwerk Karl-Marx-Stadt aus dem Jahre 1954 habe ich im Kindersitz gesessen und bin mit meinem Vater durch die Gegend gefahren“, erinnert sich Museumsgast HorstAbraham aus Neustrelitz. Vielen ist dieses Gefährt auch noch unter dem Namen „Hühnerschreck“ bekannt.
Auch dem Neustrelitzer Holger Leyhum kamen bei dem Betrachten eines Motorrollers vom Typ Goggo 200 Erinnerungen: „Meine Mutter hätte mich umgebracht, wenn ich mit so einem Ding angekommen wäre. Mein Vater war in einer Kurve mit dem Motorrad verunfallt, seitdem waren Zweiräder bei uns tabu.“
„Museumsvater“ Daniel Grabnitzki wünscht sich noch viele Besucher, die ihre Geschichten zum Thema Zweirad erzählen können und dazuvielleicht sogar ihre Kinder und Enkelkinder mitbringen. Das Museum ist donnerstags bis sonntags von 9 bis 11 und von 13 bis 16 Uhr geöffnet.