Rundgang in Mirow:

Maulwürfe aus Schlosspark ausgesperrt

Tierische Baumeister sind bei den Bauarbeiten im Mirower Schlossgarten nicht erwünscht. Es gibt Methoden, sie fernzuhalten.

Arbeiten auf der Schlossinsel vor dem Schloss
Sandra Lembke Arbeiten auf der Schlossinsel vor dem Schloss

Die Maulwürfe auf der Mirower Schlossinsel werden sich in Zukunft ein anderes Plätzchen zum Buddeln suchen müssen. Damit sich die Rasenfläche des Gartens zwischen dem Torhaus und dem Schloss in einem gleichmäßigen, satten Grün präsentieren kann, wird derzeit auf dem geplanten Rasenparterre ein engmaschiges Netz in den Boden eingearbeitet, um die possierlichen Tierchen in ihrem emsigen Tun etwas einzuschränken. Diese und andere Fakten zum Stand der Arbeiten im Schlosspark Mirow konnten Interessierte Interessierte jetzt bei einer kleinen Führung von Projektleiter Friedrich-Wilhelm Garve  erfahren.

Ursprünglich war der Schlosspark eine barocke Anlage, über die es jedoch nur wenige Aufzeichnungen gibt. Ab dem 19. Jahrhundert machten sich dann die verwandtschaftlichen Beziehungen der großherzoglichen Familie bemerkbar, denn der alte Park wurde im Sinne eines englischen Landschaftsgartens umgestaltet. Die aktuelle Rekonstruktion erfolgt nun in Anlehnung an einen alten Plan aus dem Jahr 1860. „Wir versuchen aber, die Ursprünge nachzuvollziehen“, erläuterte Friedrich-Wilhelm Garve. Das bedeutet, dass auch barocke Strukturen herausgeformt werden, wie zum Beispiel Alleen. Hierfür sollen noch Kastanien und Linden gepflanzt werden, ansonsten werde die Anlage sehr englisch bleiben.

Zum Abschluss des kleinen Rundgangs, der anlässlich des diesjährigen Schlösserherbstes ins Programm genommen wurde, führte Friedrich-Wilhelm Garve die kleine Besuchergruppe an seinen Lieblingsort im Park. Die Liebesinsel, auf der der letzte Großherzog von Mecklenburg-Strelitz, Adolf Friedrich VI., seine Ruhestätte fand.

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