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Mehr Kunst für den Sportplatz?

Das wünschen sich die Beteiligten schon lange: Der Sportplatz an der Neustrelitzer Lessingstraße soll saniert werden. Aber der Kunstrasen-Vorschlag begeistert nicht alle.

Die Neustrelitzer diskutieren darüber, ob der Sportplatz einen Kunstrasen-Belag bekommen soll.
Mariusz Blach - Fotolia Die Neustrelitzer diskutieren darüber, ob der Sportplatz einen Kunstrasen-Belag bekommen soll.

Soll der Sportplatz an der Integrierten Gesamtschule „Walter Karbe“ in der Neustrelitzer Lessingstraße einen Kunstrasenplatz bekommen? Das Thema bewegt die Gemüter. Auch die der Stadtvertreter, die am Dienstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau zusammensaßen. Der Sportplatz soll saniert werden. Der Kunstrasenbelag wird favorisiert. Davon aber ist Grünen-Stadtvertreter Falk Jagszent überhaupt kein Freund. Der Rasen sei nicht eben gelenk- und hautfreundlich, monierte Jagszent, der zwar nicht in dem Ausschuss sitzt, aber an der Sitzung teilnahm. Auch Karsten Dudziak – er vertritt die Fraktion SPD/Bündnisgrüne als sachkundiger Bürger – kam der Kunstrasen nicht geheuer vor. Er fragte nach den Pflegekosten. Gerade die aber sind ein Argument, erläuterte der beauftragte Planer Uwe Lüders vom Neubrandenburger Büro Landschafts- und Freiraumplanung. Naturrasen sei anfälliger und in der Pflege teurer. Auf Nordkurier-Nachfrage sprach Lüders von einer drei- bis viermal so hohen Summe. Und Lüders bescheinigte Neustrelitz gute Erfahrungen im Umgang mit Kunstrasen. Der schon vor vielen Jahren gebaute Platz im Harbigstadion präsentiere sich in einem tollen Zustand.

Schon lange auf der Wunschliste

Bliebe die Verletzungsgefahr. Kunstrasen birgt diese tatsächlich. Aber, so die mehrheitliche Meinung unter den Ausschussmitgliedern, es handele sich um keine Wettkampfsportanlage. Die Schüler hätten zwei bis drei Stunden Sport in der Woche. Da sei ein Kunstrasen vertretbar.

In der Schule steht ein neuer Spielplatz schon lange auf der Wunschliste ganz oben. Der Platz sei entweder grau oder staubig oder von Pfützen übersät, hieß es. Daraus machte auch Planer Uwe Lüders keinen Hehl.

Entstehen sollen nun eine 200-Meter-Laufbahn aus Kunststoff, eine Weitsprung- und Kugelstoßanlage, ein Kunstrasenplatz für Kleinfeldfußball und ein Volleyballplatz. Die Anlage soll auch für  Vereine offen, aber nicht permanent zugänglich sein. An Kosten plant die Stadt rund 477 000 Euro ein. Fördermittel sind eingeplant. Baubeginn soll im kommenden Jahr sein.