Nahverkehr:

Minister lässt Kleinseenbahn in der Schwebe

Am Montag gefordert, am Mittwoch abgelehnt: Mit einer Aussage zur Zukunft der Bahn zwischen Neustrelitz und Mirow dürfte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) den Kleinseenbahn-Aktivisten einen Dämpfer erteilt haben.

Verkehrsminister Christian Pegel dämpfte die Hoffnungen der Kleinseenbahn-Aktivisten.
Verkehrsminister Christian Pegel dämpfte die Hoffnungen der Kleinseenbahn-Aktivisten.

Die Antwort kam prompt. „Zur Zukunft der Kleinseenbahn nach dem Jahr 2017 gebe ich keine definitive Zusage“, sagte Christian Pegel am Mittwoch in Neustrelitz. Der Verkehrsminister besuchte die Verkehrswacht in der Residenzstadt. Mit seinen Worten reagierte Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister auf die Forderung des Kreistages, den Betrieb der Traditionsstrecke zwischen Neustrelitz und Mirow dauerhaft zu sichern.

Bisher unterstützt das Land den Betrieb der Bahn bis zum Jahr 2017 mit jährlich 300.000 Euro. Damit der Verkehr auf der Strecke auch ab 2018 weitergeht, hatten die Kreistagsabgeordneten ein klares Bekenntnis aus Schwerin gefordert. Doch für Verkehrsminister Pegel rangiert die Kleinseenbahn nicht an erster Stelle. „Die verschiedenen Verkehrsprojekte im Land haben unterschiedliche Priorität“, begründete der Politiker. „Wir werden die Strecke Berlin-Rostock nicht für die Kleinseenbahn eindampfen“, führte er als Beispiel an. „Es war auch klar gesagt, dass der jetzige Betrieb Teil einer Modellphase ist“, zeigte sich Pegel verwundert.

Der Verkehrsminister verwies damit auf das auf fünf Jahre angelegte Modellprojekt „Integrierte Verkehrsdienstleistung im Raum Neustrelitz -Mirow“. Das Projekt sichere den Erhalt der Strecke bis zum Jahr 2017. „Erst danach werden wir alles auswerten und sehen, wie es weitergeht“, erläuterte Pegel die Pläne seines Ministeriums.

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