Jetzt gibt’s eine Roloffstraße:

Mirow erinnert sich eines fast vergessenen Sohnes

Der Schulrektor und Demokrat Ludwig Roloff hat einst viel bewegt in Mirow und besaß sogar ein Mandat für die Frankfurter Nationalversammlung. Damit wäre er fast ein Berufskollege des Bundestagsabgeordneten Eckardt Rehberg geworden – der bei der Ernennung zum Ehrenbürger die Laudatio hielt.

Zum Ehrenbürger darf man ruhig aufblicken, findet Bürgermeister Karlo Schmettau, flankiert vom CDU-Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg, dem Amtsvorsteher der Kleinseenplatte Thomas Müller sowie Hartwig Grählert vom Männerchor 1848 (von rechts).
Ulrich Krieger Zum Ehrenbürger darf man ruhig aufblicken, findet Bürgermeister Karlo Schmettau, flankiert vom CDU-Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg, dem Amtsvorsteher der Kleinseenplatte Thomas Müller sowie Hartwig Grählert vom Männerchor 1848 (von rechts).

Der ehemalige Schulrektor und 1848er Demokrat Ludwig Roloff (1814–1905) ist zum Ehrenbürger der Stadt Mirow ernannt worden. Zudem wurde im Baugebiet hinter der Schillerstraße eine Straße nach ihm benannt. Anlass für den Zeitpunkt der Ehrung war der 200. Geburtstag von Ludwig Roloff am Freitag.

Lange spielte der ehemalige Schulrektor und zur Zeit der 1848er Revolution beherzt agierende Demokrat im Gedächtnis der Stadt keine Rolle. Vor einem Jahr dann wurde die Ehrung angeschoben durch den Residenzschlossverein und den traditionsreichen Männerchor 1848, in dessen Reihen Ludwig Roloff einst auch stand.

Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau findet für die nach so langer Zeit erfolgte Ehrung ­klare Worte: „Die ­Gesellschaft braucht Vorbilder.“ Ludwig Roloff sei eines gewesen. Zudem habe sich beim Blick auf die Mirower Vergangenheit vieles bislang bei den Adligen abgespielt. Über die Demokratiebewegung sei wenig bekannt geworden.

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