Hölzerne Statue soll Besucher locken:

Mirower Madonna gibt Rätsel auf

Ist sie heimgekehrt oder nicht? Aus der Region stammt die Holzschnitzerei gewiss, die der Kirchturm­verein jetzt als Schenkung erhielt. Ein wenig aus ihrer wechselhaften Geschichte hat die Statue schon preisgegeben, einige Geheimnisse gilt es noch zu lüften.

Pastor im Ruhestand Joachim Thal (links) und Hans-Jürgen Lippe, Vorsitzender des Mirower Kirchturmvereins, wollen die Geheimnisse der Madonna lüften.
Tobias Lemke Pastor im Ruhestand Joachim Thal (links) und Hans-Jürgen Lippe, Vorsitzender des Mirower Kirchturmvereins, wollen die Geheimnisse der Madonna lüften.

Mirow ein Wallfahrtsort? Das Zeug dazu hätte die kleine Stadt, die nicht zuletzt zum Zielort des Pilgerwegs Mecklenburgische Seenplatte erkoren wurde. Und jetzt lockt noch eine Heilige: Der Kirchturmverein hat eine fast 600 Jahre alte Marienstatue geschenkt bekommen. Die Madonna befand sich viele Jahre im Familienbesitz des ehemaligen Mirower Pastors Joachim Noack. Der hatte die Kleinstadt 1946 verlassen, nachdem die Kirche in den letzten Kriegstagen zerstört worden war. Freundschaftliche Bindungen in die Seenplatte blieben aber bestehen.

So hat sich die Familie nun entschlossen, die Madonna in die Obhut des Kirchturmvereins zu geben. Ob sie wirklich aus der Johanniterkirche stammt, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Denn schon 1742 wurden große Teile des Gotteshauses bei einem Brand zerstört. Fest steht aber, dass die Statue deutlich älter ist, mehr als 600 Jahre. Doch die Herkunft des Holzes - bestimmt anhand der Jahresringe - weise auf die Region hin. Der Kirchturmverein will die Schnitzerei weiter untersuchen lassen. Am 21. Dezember beim traditionellen Turmblasen kann sie auch im Johannitermuseum auf der Schlossinsel besichtigt werden.

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