Planungen nehmen Gestalt an:

Mirows alte Sporthalle soll einem Neubau Platz machen

Die Sanierung des Gebäudes an der Grundschule "Regenbogen" wird in der Stadt schon lange gefordert. Doch dazu könnte es gar nicht mehr kommen. Die Zeichen stehen auf Abriss. Aber ein paar Fragezeichen bleiben noch.

Die Schüler und die Vereinssportler in Mirow können darauf hoffen, dass sie in absehbarere Zeit in einer neu gebauten Halle Sport treiben können.
Tobias Lemke Die Schüler und die Vereinssportler in Mirow können darauf hoffen, dass sie in absehbarere Zeit in einer neu gebauten Halle Sport treiben können.

Frohe Kunde für Vereinssportler und Schüler in der Stadt Mirow: Sie können vielleicht bald in einer nagelneuen Sport- und Veranstaltungsstätte Sport treiben. Statt der seit Jahren geforderten Sanierung der Grundschul-Turnhalle am Leussower Weg wird vom Schulträger, dem Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte, nun ein Neubau favorisiert. „Es ist die wirtschaftlich bessere Variante“, erklärt Thomas Müller (CDU), Amtsvorsteher in der Kleinseenplatte.

Auf dem Papier stellt sich eine neue Sporthalle zunächst aber teurer dar. Für den Neubau inklusive Abriss des alten Gebäudes werden nach Schätzungen rund 2,5 Millionen Euro gebraucht. Demgegenüber stünden nach ersten Kostenaufstellungen etwa 1,4 Millionen Euro für eine Sanierung der Halle. „Aber diese Summe stellt sicher noch nicht das Ende dar“, so Müller. Und trotz der Sanierung bleibe es ja eine alte Sporthalle.

Eine neues Mehrzweckgebäude lasse sich hingegen effektiver nutzen, die Sportler würden sich wohler fühlen. Zudem würden – nicht zu unterschätzen – deutlich geringeren Betriebskosten anfallen.

Stadt Mirow soll sich beteiligen

Die Entscheidung für einen Neubau der Halle fiel im Amtsausschuss einstimmig, also auch mit den Stimmen aus Wesenberg, Wustrow und Priepert. Es wurde allerdings zur Bedingung gemacht, dass sich die Stadt Mirow zur Hälfte am Projekt beteiligt. Das heißt jedoch nicht, dass nun Ausgaben in Millionenhöhe auf die Stadtkasse zukommen, sondern betrifft den zu stemmenden Eigenanteil, erklärt Müller. Zweifelsohne werde aber auch dieser für Amt und Stadt nicht ohne sein. „Es wird schon deutlich in die Hunderttausende gehen“, schätzt Müller. Zudem bleibt festzuhalten: Gibt es nicht genügend Fördermittel, kann das Projekt auch gänzlich sterben.    

Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) steht dem Vorhaben aufgeschlossen gegenüber. Ein entsprechender Beschluss stehe auf der Agenda der nächsten Stadtvertretersitzung. „Mirow kann das auch wuppen“, so Schmettau. Zunächst könnten bis zu 150 000 Euro für das Projekt im städtischen Haushalt reserviert werden. Mit dem ins Auge gefassten Bauvorhaben verbindet Mirows Bürgermeister zudem die Hoffnung, dass noch etwas auf dem angrenzenden Sportplatz des FSV Mirow/Rechlin passieren kann.