Einwohner gegen Windkraft:

Mit Aufkleber-Aktion neuer Gegenwind

Bürger aus der Feldberger Seenlandschaft und anderen Gemeinden waren zu einer Einwohnerversammlung zusammengekommen. Viele sehen die geplanten Windparks als Gefahr für die Region – und für die Lebensqualität.

 Mit diesen Aufklebern des Aktionsbündnisse „Freier Horizont“ wollen die Windkraftgegner ihrem Protest neuen Schwung geben. 
Klaus-Jürgen Fischer  Mit diesen Aufklebern des Aktionsbündnisse „Freier Horizont“ wollen die Windkraftgegner ihrem Protest neuen Schwung geben. 

Auch nach drei Stunden Powerpoint-Präsentationen wussten die bis zuletzt ausharrenden Einwohner nicht: kommen die Windräder nun oder nicht. Thema des Abends war: „Brauchen wir wirklich noch mehr Windparks in der Mecklenburgischen Seenplatte?“ Anlass für diese Frage ist ein Antrag vom April dieses Jahres, am Rande des Naturparks Feldberger Seenlandschaft einen Windpark zu errichten, nach Angaben der Bürgerinitiative (BI) „Gegenwind um Möllenbeck-Cantnitz“ 115 Hektar groß. Zusätzlich zu dem bereits zuvor beantragten Windpark zwischen Möllenbeck und dem Camminer See mit einer Fläche von rund 80 Hektar übrigens.

Christoph von Kaufmann vom Regionalen Planungsverband des Landkreises erläuterte die Zwänge des Entscheidungsgremiums. Nach dem Bundesbaugesetz und einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts „dürfen Windkraftanlagen nicht verhindert werden“. Windenergie sei privilegiert. Außerdem sei stets der neueste Stand der Technik zu berücksichtigen. Was bedeute, dass die Windräder wesentlich höher als noch vor einigen Jahren gebaut werden könnten. Allerdings gebe es zahlreiche Vorschriften, durch die bestimmte Gebiete von der Windenergie ausgeschlossen würden.

Die Windkraftgegner gaben Christoph von Kaufmann 2400 in der Feldberger Seenlandschaft und in Möllenbeck gesammelte Unterschriften gegen die Windparkpläne mit auf den Weg. Die Riesen zerstörten die Natur- und Kulturlandschaften, beeinträchtigten die Lebensqualität und schreckten Touristen ab, so deren Meinung.

Mit einer Aufkleber-Kampagne wollen die Bürgerinitiativen ihren Widerstand auch in die Städte des Landkreises tragen, „wo es oft noch am Verständnis für unsere Probleme auf dem platten Land fehlt“.

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