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Mit mehr Liften fit für Zukunft

VonTobias LemkeWie es mit der Städtebau-förderung in kommenden Jahren weitergeht, hängt in der Schwebe. In Woldegk wollen die Stadtväter aber der älter ...

VonTobias Lemke

Wie es mit der Städtebau-
förderung in kommenden Jahren weitergeht, hängt in der Schwebe. In Woldegk wollen die Stadtväter aber der älter werdenden Bevölkerung gerecht werden und planen, Fahrstühle außen an Wohnblocks anzubauen.

Woldegk.Ein Fahrstuhlprogramm für Woldegker Wohnblocks könnte in den kommenden Jahren aufgesetzt werden. Das ist ein Wunsch, den die Stadt kürzlich Stefan Rudolph mit nach Schwerin gab. Der Staatssekretär im Landsministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus traf im Vorfeld zur Grundsteinlegung fürs neue Gesundheitshaus (der Nordkurier berichtete) mit Woldegks Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode (SPD) und weiteren Vertretern der Kommune zusammen.
In den Gesprächen spielte die künftige Ausrichtung des Städtebausanierungsprogramms eine Rolle. In Woldegk seien in den 1990er Jahren Wohnungen umfangreich saniert worden. Um diese auch weiterhin der älter werdenden Bevölkerung anbieten zu können, brauche es vielerorts Fahrstühle, die außen an den Wohnhäusern installiert werden könnten. Die Ausrichtung auf den demografischen Wandel, die einerseits mit dem Bau des Gesundheitshauses begonnen wurde, müsse andererseits eine Fortführung bei der Stadtplanung finden, unterstrich Lode.

Woldegks Bevölkerungszahl schrumpft weiterhin
Dabei sind sich die Stadtväter auch darüber im Klaren, dass die Windmühlenstadt weiterhin unter einer schrumpfenden Bevölkerungszahl leiden wird. Lebten 2001 insgesamt 4410 Menschen in der Windmühlenstadt, so waren es 2012 nur noch 3684 Personen. Daher werde in Woldegk der Abriss von Wohnblocks für die Zeit nach 2020 geplant. Um eine Baulücke am Markt schließen zu können, hofft die Stadt hingegen auf Unterstützung für einen Ersatzneubau an dieser Stelle. Zudem müsse die Feierhalle auf dem Friedhof dringend saniert werden.
In welchem Rahmen und Umfang sich künftig ein Städtebauprogramm bewegen wird, konnte Rudolph mit Hinweis auf Änderungen bei den Bundesmitteln nicht beantworten. „Wir befinden uns da im Moment ein wenig in der Schwebe“, erklärte er. So seien Kompensationsmittel des Bundes ab 2014 nicht mehr für die Wohnungsbauförderung gebunden und für 2015 sogar komplett fraglich. Ein Fahrstuhlprogramm für Wohnblocks und die erforderliche Sanierung der Feierhalle seien als dringendste Punkte jedoch angekommen, versprach Rudolph den Woldegkern.

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t.lemke@nordkurier.de