Erster Schritt für Radweg ist getan:

Möllenbeck sieht Radweg in greifbare Nähe rücken

Für die Trasse zwischen Möllenbeck und Feldberg ist die Vorplanung gestartet. Die Verbindung ist über­fällig: Immerhin fahren an die 2500 Autos täglich die L 34 entlang.

Ein vorhandener Radweg endet mitten in Möllenbeck. Wer bis Feldberg radeln will, muss auf die Landstraße.
Susanne Böhm Ein vorhandener Radweg endet mitten in Möllenbeck. Wer bis Feldberg radeln will, muss auf die Landstraße.

Reinhard Pahlke ist begeistert. Der von der Gemeinde Möllenbeck seit langem gewünschte Radweg nach Feldberg ist in der Vorplanung. Nötig ist die Verbindung schon lange. Immerhin sind auf der L 34 im Durchschnitt 2500 Autos täglich unterwegs, in der Saison sogar gut 3000.

„Jetzt ist der Baubeginn nicht mehr endlos lang entfernt. Wir können zeitnah mit dem Radweg rechnen“, freut sich Möllenbecks Bürgermeister Reinhard Pahlke. Zeitnah ist natürlich relativ. Während bei einem Vor-Ort-Termin mit Pahlke noch vom Jahr 2015 als Baustart ge­sprochen wurde, nennt das Straßenbauamt Neustrelitz mittlerweile 2016. „Wenn alles planmäßig verläuft, können wir 2016 und 2017 bauen“, sagt der zuständige Dezernent Andreas Herold.

Begonnen haben jetzt erst einmal die Vorplanungen. Da könne noch vieles dazwischen kommen. Sollte ein Planfeststellungsverfahren notwendig werden, müsse man mit einer Verschiebung um ein bis zwei Jahre rechnen.

„Wichtig ist das Einvernehmen aller Beteiligten“, erklärt Herold. Im Straßenbauamt hat man gerade beim Bau von Radwegen die Erfahrung gemacht, dass bei Grundstückseigentümern häufig Klärungsbedarf bestehe. Aber auch mit Versorgungsunternehmen, Boden- und Wasserzweckverband sowie Umwelt- und Naturschutzbehörden sei Einvernehmen nötig.

Immerhin führt ein möglicher Verlauf des Radwegs durch sensible Bereiche. „Wir haben Feuchgebiete um den Weitendorfer Haussee, die Sprockfitz und den Hechtsee“, zählt Sach­bearbeiterin Bettina Köhn auf. Wegen schlechter Baugrundverhältnisse sowie der Eingriffe in die Natur werde auch eine weit­räumigere Umfahrung in Betracht gezogen. Vorzugsweise plant das Straßenbauamt straßenbegleitend. Die Varianten würden aus straßenplanerischer und umweltfachlicher Sicht verglichen.

Mit der Entscheidung zum Verlauf des Radwegs sei laut Straßenbauamt Anfang 2014 zu rechnen. Klar ist, dass der rund acht Kilometer lange Radweg etwa eine Million Euro kosten wird.