Zu alt und krank:

Morsche Bäume müssen weichen

Äußerlich sieht ihnen der Laie nichts an, aber innen sind sie morsch und hohl: Einige Gehölze an der Landesstraße 25 können Autofahrern gefährlich werden. Damit es gar nicht erst soweit kommt, wurde jetzt gehandelt.

Dieser und 13 weitere Bäume werden zwischen Neustrelitz und Buschhof gefällt. Ihre Stämme sind mit Flatterbändern markiert.
Susanne Böhm Dieser und 13 weitere Bäume werden zwischen Neustrelitz und Buschhof gefällt. Ihre Stämme sind mit Flatterbändern markiert.

14 Alleebäume werden in den kommenden Tagen an der Landesstraße 25 und der Bundesstraße 198 zwischen Neustrelitz und Buschhof im Müritzkreis gefällt. Zehn weitere stehen unter Beobachtung und müssen unter Umständen auch gefällt werden. Sieben Kronen werden stark beschnitten, teilt Ralph-Michael Nickel, Sachgebietsleiter Umweltschutz im Straßenbauamt Neustrelitz, mit.

Ein Baum wird nicht komplett entfernt, sondern es bleibt „ein Stummel stehen, etwa drei Meter hoch. Der ist ausgehöhlt und enthält Mulm, das ist ein geeigneter Lebensraum für seltene Käfer“. Die betroffenen Gehölze sind mit weiß-roten Flatterbändern gekennzeichnet. Die Fällarbeiten haben bereits begonnen. „Die Bäume sind überaltert, krank, haben viel Totholz, Pilze, Stockfäule, Höhlungen, abgängige Kronen“, so Nickel.

Gefällt werden ausschließlich die Bäume, die nicht mehr zu retten und eine Gefahr für Auto- und Radfahrer sind. „Manche haben so viel Totholz, dass Beschneiden nicht lohnt.“ Bei einigen Stämmen sind sich die Mitarbeiter des Straßenbauamtes und der Unteren Naturschutzbehörde nicht sicher. Hier wird ein Gutachter beauftragt. Mit einem sogenannten Resistografen, einem Bohrwiderstandsmessgerät, bohrt der Gutachter die Bäume an und untersucht, ob sie innen morsch oder hohl sind.

Während der Fällarbeiten ist mit kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Straße wird zeitweise halbseitig gesperrt.

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