Munitionsdienst räumt Wald für eine Baustelle frei:

Jede Menge scharfe Granaten nahe der B96 geborgen

Kampfmittel-Sondierer durchkämmen zur Zeit eine Fläche an der B 96. Sie suchen Granaten, vorwiegend aus dem Zweiten Weltkrieg. Und sie sind bereits fündig geworden.

Ein besonders großes Fundstück.
Susanne Böhm Ein besonders großes Fundstück.

Hunderte alte Sprenggranaten sind in den vergangenen Tagen in einem Waldstück an der B 96 zwischen Neustrelitz und Düsterförde gefunden worden. Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes „Ortung und Bergung von Kampf­mitteln“ (OBK) aus Pasewalk sondieren bei Drewin ein rund 6700 Quadratmeter großes Gelände, das weitgehend parallel zur Straße verläuft. Das Energieunternehmen E.ON will dort eine unterirdische Erdgasleitung erneuern.

Was dort beräumt wird, ist überwiegend Munition aus dem Zweiten Weltkrieg, die aus der ehemaligen Hauptmunitionsanstalt Strelitz (Muna) stammt. „In der Nachkriegszeit wurde die Muna leer geräumt. In den Wäldern wurden Trichter gegraben, in denen die Munition gesprengt werden sollte“, erklärt Georg Tiedt, Fachtechnische Aufsichtsperson des Munitionsbergungsdienstes Mirow. Die kontrollierte Sprengung aber habe in vielen Fällen nicht richtig funktioniert. Die Geschosse wurde nicht entschärft, sondern durch die Detonationen in den Wäldern verteilt.

Seit Tagen durchkämmen die Kampfmittelräumer nun das Gelände. Wo die Sonden anschlagen, wird gegraben. Mehr als 125 Granaten haben die Männer bereits zu Tage gefördert. Manche kommen in Gänze ans Tageslicht, manchmal finden sich nur Splitter. Alle werden eingesammelt, abtransportiert und in einer Vernichtungs­anlage unschädlich gemacht.

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